{"id":1566,"date":"2010-10-24T18:44:01","date_gmt":"2010-10-24T16:44:01","guid":{"rendered":"http:\/\/ichbinterrorist.de\/?p=1566"},"modified":"2012-02-07T09:43:01","modified_gmt":"2012-02-07T08:43:01","slug":"das-recht-auf-anonymitat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gehirnsturm.info\/?p=1566","title":{"rendered":"Das Recht auf Anonymit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"<p>Wer kennt das nicht, da bekommt man was zugeschickt, jemand kommt auf Deine Webseite, in einem Forum schreibt jemand was und Du fragst Dich, wer das wohl ist.<br \/>\nDiese Neugier ist menschlich, aber darf man dieser Neugier auch nachgeben?<br \/>\nIm Laufe meines Lebens habe ich immer wieder die Situation gehabt, f\u00fcr mich zu Entscheiden, wie weit ich gehen will, wo meine Grenzen sind.<br \/>\nJa, auch gerade stehe ich wieder mal vor einer Entscheidung, was ich f\u00fcr mich tolerieren kann.<\/p>\n<p>Ich bin kein Engel. Auch ich schaue ab immer mal wieder unter den &#8222;Besucher-Informationen&#8220; nach, was Menschen bewegt, auf meine Seite zu kommen. Dort sehe ich immer die letzten 20 Besucher meiner Seite.<br \/>\nSo habe ich vor einiger Zeit mit einem Schmunzeln gesehen, das ein Besucher auf meine Seite gekommen ist, weil dieser bei Google in die Suche die Suchbegriffe <b>&#8222;eigenschaften eines terroristen&#8220;<\/b> eingegeben hat. Mit diesen Suchbegriffen wurde dieser auf den Artikel <a href=\"http:\/\/ichbinterrorist.de\/?p=1015\"><b>&#8222;GermanOffice Insolvenz &#8211; Gew\u00e4hrleistung vs. Garantie &#8211; Und die Frage, wann man besser auf sein Recht verzichtet&#8220;<\/b><\/a> gef\u00fchrt. Ich habe mich gefragt, ob er da die Antwort auf seine Suchbegriffe gefunden hat.<br \/>\nAuch hilft es mir, weiterf\u00fchrende Artikel anzugehen oder mit entsprechenden Schwerpunkten zu schreiben. Dabei analysiere ich weder die Besucher-Daten, noch speichere ich die Angaben. Es ist ein rein &#8222;subjektiver&#8220; Eindruck, der sich mir bietet. So wird es zu EnBW demn\u00e4chst einen weiteren Artikel geben, da viele, die nach EnBW suchen und auf meine Seite kommen wegen fehlerhafte Rechnungen und Probleme mit der Kommunikation (was ich nachvollziehen kann).<br \/>\nAuch wird dort die IP-Adresse der Besucher angezeigt. Hier sehe ich eine Gefahr, da diese IPs mit weiteren Infos zu &#8222;personenbezogenen Daten&#8220; gewertet werden kann. So k\u00f6nnte ich z.B. die Besucherinfos mit Kommentare vergleichen deren IPs mir auch angezeigt werden, wie auch die angegebene Mailadresse und so diese mit den Mailadressen zu einem Personenbild zusammenpuzzlen. Auch k\u00f6nnte ich bei Links zu weiteren Seiten evtl., so weit meine M\u00f6glichkeiten und Beziehungen reichen, ein Bewegungsmuster erstellen.<br \/>\nF\u00fcr solche oder anderen angenommenen Situationen kann man immer Gr\u00fcnde benennen, warum man es macht. Sei es, das man behauptet sich selbst sch\u00fctzen zu m\u00fcssen, das man sich in einem sensiblen Bereich bewege, wo man sich gegen Gegner sch\u00fctzen muss oder anderes.<br \/>\nOft ist es so, das in einer Gruppendynamik keine gegenseitige Kontrolle mehr geschieht, sondern man die Grenzen nicht mehr erkennt.<br \/>\nIch kann ein Schutzbed\u00fcrfnis nachvollziehen, es darf aber nicht zum Selbstl\u00e4ufer werden, es darf sich nicht verselbstst\u00e4ndigen oder um es mit einem Sprichwort zu sagen: &#8222;Der Zweck heiligt die Mittel&#8220; ist der falsche Weg.<br \/>\nGerade eine Gemeinschaft muss sich gegenseitig kontrollieren und die eigene Handlung immer wieder in Frage stellen.<br \/>\nEs ist nicht so, das ich die Weisheit mit der Sch\u00f6pfkelle gefressen habe. Bei weitem nicht. Was mich zu solchen Gedanken leitet, ist meine eigene Unvollkommenheit und meine eigenen Erfahrungen.<br \/>\nAuch ich habe in einer Gruppendynamik gesteckt und war selbst T\u00e4ter. Ich habe mich von solchen Gruppen auch schon mal getrennt. Eine Selbstreflexion ist nicht erw\u00fcnscht.<br \/>\nGerade hatte ich eine andere erschreckende Erfahrung gemacht. Meine Bewegungen auf verschiedenen Plattformen wurde beobachtet und bei einer Diskussion, mir als Vorwurf gemacht und mir Pr\u00e4ventiv eine m\u00f6gliche kriminelle Handlung vorgeworfen. Der Vorwurf selbst ist l\u00e4cherlich und interessiert mich nicht weiter. Das ist das Problem des Menschen, der meinte, meine Person als Besucher seiner Seite aufdecken zu m\u00fcssen. Ich w\u00fcrde eher sagen, das dies ein wenig positives Bild \u00fcber Ihn aussagt, als f\u00fcr mich ein Problem ist.<br \/>\nWas mich aber mehr entsetzte war, das dieser Person, wie auch anderen ein gro\u00dfes Vertrauen entgegen gebracht wurde. Dabei kam es zu einem Fehler, der dieser Gruppe unbeabsichtigt berechtigte die IPs der Gruppenmitglieder zu sehen. Das allein ist noch nicht das Problem, aber es wurde scheinbar von verschiedenen Personen dieser Gruppe genutzt, um die Bewegungen und Zusammenh\u00e4nge der Gruppenmitglieder zu analysieren.<br \/>\nNicht nur bis zu dem Zeitpunkt als die M\u00f6glichkeit als Fehler erkannt war, sondern auch nachdem dies als Fehler bekannt war und man die Gruppe nicht erst mal pr\u00e4ventiv aufl\u00f6ste. Das war f\u00fcr mich erschreckend, das man da trotzdem weiter, trotz entgegengebrachtem Vertrauen, diese Funktion nutzte. Das brachte mich mal wieder dazu, \u00fcber das Selbstverst\u00e4ndnis von Internet, der Gesellschaft und der Pers\u00f6nlichkeitsrechte Gedanken zu machen.<\/p>\n<p>Ich habe schon seit Jahren eine anonyme Kontaktm\u00f6glichkeit (sieh im Impressum) zu mir angeboten, da mein Verst\u00e4ndnis zu Pers\u00f6nlichkeitsrechten, das Recht auf Anonymit\u00e4t beinhaltet. Das diese M\u00f6glichkeit der anonyme Kontaktaufnahme von bestimmten politischen Richtungen und religi\u00f6sen Sekten zu Drohungen und Beleidigungen genutzt wird, werde ich wohl als Nebenwirkungen hinnehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Rein Rechtlich sehe ich da die Regelungen des BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) recht eindeutig, vor allem die \u00a7 zur Datenvermeidung\/Datensparsamkeit und das Datengeheimnis:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\"><strong>\u00a7 3a Datenvermeidung und Datensparsamkeit<\/strong><br \/>\nDie Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten und die Auswahl und Gestaltung von Datenverarbeitungssystemen sind an dem Ziel auszurichten, so wenig personenbezogene Daten wie m\u00f6glich zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen. Insbesondere sind personenbezogene Daten zu anonymisieren oder zu pseudonymisieren, soweit dies nach dem Verwendungszweck m\u00f6glich ist und keinen im Verh\u00e4ltnis zu dem angestrebten Schutzzweck unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Aufwand erfordert.<\/p>\n<p><strong>\u00a7 5 Datengeheimnis<\/strong><br \/>\nDen bei der Datenverarbeitung besch\u00e4ftigten Personen ist untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). Diese Personen sind, soweit sie bei nicht-\u00f6ffentlichen Stellen besch\u00e4ftigt werden, bei der Aufnahme ihrer T\u00e4tigkeit auf das Datengeheimnis zu verpflichten. Das Datengeheimnis besteht auch nach Beendigung ihrer T\u00e4tigkeit fort.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bdsg_1990\/index.html\">Bundesministerium f\u00fcr Justiz &#8211; Gesetze im Internet: &#8222;Bundesdatenschutzgesetz&#8220;<\/a>)<\/p>\n<p>Dazu sei angemerkt, das jeder Webseitenbetreiber in meinen Augen mit seinen Zugangsdaten ein mit &#8222;Datenverarbeitung besch\u00e4ftigte Person&#8220; ist. Also auch ich, als Seitenbetreiber dieses Blogs.<\/p>\n<p>Die Grundlage dieser Regelungen im BDSG ist das Grundrecht auf &#8222;informationelle Selbstbestimmung&#8220;. Dies ist vom BVerfG im Jahr 83 nochmals ganz klar zur damals geplanten Volksz\u00e4hlung (die daraufhin verschoben werden musste) angef\u00fchrt wurde. Dieses Grundrecht auf &#8222;informationelle Selbstbestimmung&#8220; basiert auf den Grundrechten des Art.1 (1) GG und Art.2 (2) GG des Grundgesetzes:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\"><big>Art 1<\/big><br \/>\n(1) Die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.<\/p>\n<p><big>Art 2 <\/big><br \/>\n[&#8230;]<br \/>\n(2) Jeder hat das Recht auf Leben und k\u00f6rperliche Unversehrtheit. <strong>Die Freiheit der Person ist unverletzlich.<\/strong> In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.<br \/>\n<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/index.html\">Bundesministerium f\u00fcr Justiz &#8211; Gesetze im Internet: &#8222;Grundgesetz&#8220;<\/a>)<\/p>\n<p>Dazu hei\u00dft es als Zusammenfassung auf den Seiten <a href=\"http:\/\/www.realname-diskussion.info\/index.htm\">&#8222;Realnamen-Diskussion&#8220;<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, nachfolgend kurz ISB genannt besagt, da\u00df jeder Mensch grunds\u00e4tzlich selbst dar\u00fcber entscheiden darf, ob und wem er seine personenbezogenen Daten zu welchem Zweck preisgibt. Mit der Entwicklung des Rechts auf ISB stellte das BVerfG klar, dass personenbezogene Daten kein frei zug\u00e4ngliches Informationsmaterial sind und der Zugriff eine begr\u00fcndungsbed\u00fcrftige Ausnahme ist. <\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.realname-diskussion.info\/isb.htm\">Realnamen-Diskussion.info &#8211; &#8222;informationelle Selbstbestimmung&#8220;<\/a>)<\/p>\n<p>Auf selbiger Seite findet man einen Aufsatz von Dr. Helmut B\u00e4umler, der bis 2004 Landesbeauftragter f\u00fcr Datenschutz in Schleswig-Holstein war:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\"><big>Das Recht auf Anonymit\u00e4t<\/big><br \/>\nManchmal sind Dinge so selbstverst\u00e4ndlich, da\u00df wir sie tun, ohne lange dar\u00fcber nachzudenken oder gar fundierte Begr\u00fcndungen zu geben. Wir entscheiden im t\u00e4glichen Leben h\u00e4ufig intuitiv, ob wir namentlich auftreten, oder ob wir anonym bleiben wollen. In aller Regel gehen dem keine tiefsch\u00fcrfenden Reflexionen voraus, sondern wie verhalten uns so wie uns gerade zu Mute ist oder wie es unserem \u00fcblichen, ganz pers\u00f6nlichem Verhaltensmuster entspricht. Vermutlich ist uns dabei gar nicht bewu\u00dft, da\u00df wir ein Grundrecht aus\u00fcben, n\u00e4mlich das auf informationelle Selbstbestimmung. Es ist gerade so, wie wenn wir atmen, essen und trinken, ohne da\u00df wir \u00fcberhaupt daran denken, da\u00df wir dabei eigentlich unser Grundrecht auf Leben in Anspruch nehmen.<br \/>\n<br \/>\nJeder Mensch braucht zu einem selbstbestimmten Leben die M\u00f6glichkeit, in bestimmten Situationen anonym aufzutreten, so wie er Atemluft zum \u00dcberleben braucht. Wer sich in allen Lebenslagen namentlich zu erkennen geben m\u00fc\u00dfte, gewisserma\u00dfen seinen Namen f\u00fcr jedermann und jederzeit deutlich sichtbar eint\u00e4towiert tragen m\u00fc\u00dfte, dem w\u00e4re das Recht auf informationelle Selbstbestimmung entzogen, denn er k\u00f6nnte nicht mehr wissen, geschweige denn selbst bestimmen, wer was wann und bei welcher Gelegenheit \u00fcber ihn wei\u00df.<br \/>\n<br \/>\nVielleicht ist dieses Recht auf Anonymit\u00e4t so Selbstverst\u00e4ndlich, da\u00df man dar\u00fcber weder schreiben noch sprechen mu\u00df? Gewi\u00df, die Grundfesten des Datenschutzes ruhen auf der Annahme, da\u00df die Verarbeitung personenbezogener Daten nur zul\u00e4ssig ist, wenn der Betroffene eingewilligt hat oder wenn ein Gesetz die Verarbeitung erlaubt. Das &#8222;Au\u00dfergew\u00f6hnliche&#8220; der Verarbeitung personenbezogener Daten und damit der Regelfall des nicht personenbezogenen Auftretens liegt unausgesprochen dem gesamten Datenschutzgedanken zu Grunde.<br \/>\n[&#8230;]<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.realname-diskussion.info\/anonheft.htm\">Realnamen-Diskussion.info &#8211; &#8222;Das Recht auf Anonymit\u00e4t&#8220;<\/a>)<\/p>\n<p>Den vollst\u00e4ndigen Text und ein Download-Link des &#8222;Anno-Heft&#8220;, aus dem der Text stammt sind unter dem Link zu finden.<br \/>\nAuf der Seite des <a href=\"https:\/\/www.datenschutzzentrum.de\/\">&#8222;Unabh\u00e4ngigen Landeszentrums f\u00fcr Datenschutz Schleswig Holstein&#8220;<\/a> findet man von Dr. B\u00e4umler noch einen sch\u00f6nen Text zur Vorstellung des Projektes &#8222;AN.ON&#8220; (=Anonymit\u00e4t Online):<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\"><big>P R E S S E M I T T E I L U N G<\/big><br \/>\n<br \/>\n<b>AN.ON &#8211; ein neues Projekt unterst\u00fctzt das Recht auf Anonymit\u00e4t<\/b><br \/>\n<br \/>\nAnl\u00e4sslich der Vorstellung des neuen Projektes AN.ON erkl\u00e4rt der Landesbeauftragte f\u00fcr den Datenschutz Dr. Helmut B\u00e4umler:<br \/>\n<br \/>\nK\u00f6nnen Sie sich Folgendes vorstellen? Beim Betreten von Einkaufszentren muss man sich k\u00fcnftig ausweisen. Der Name wird notiert. Au\u00dferdem erh\u00e4lt man einen elektronischen Knopf an die Kleidung, mit dessen Hilfe jederzeit festgestellt werden kann, in welchem Shop des Einkaufszentrums man gerade ist, in welcher Cafeteria man seinen Espresso trinkt und welche Zeitung man soeben am Kiosk gekauft hat. Begr\u00fcndung der Betreiber: Die Kriminalit\u00e4t im Einkaufszentrum sei so hoch. Au\u00dferdem geschehe alles zum Wohle der Kunden, die jetzt viel besser im Hinblick auf ihre speziellen Konsumw\u00fcnsche betreut werden k\u00f6nnten. Wie wohl die Kunden reagieren w\u00fcrden? Die meisten w\u00fcrden vermutlich mit einem &#8222;Nein danke!&#8220; das Einkaufszentrum auf Nimmerwiedersehen verlassen. F\u00fcr das Internet gibt es \u00e4hnliche Pl\u00e4ne. Immer wieder wird mit den unterschiedlichsten Begr\u00fcndungen verlangt, die Surfer m\u00fcssten eindeutig identifiziert werden k\u00f6nnen.<br \/>\n<br \/>\nUmgekehrt wird aber ein Schuh daraus. Das Recht auf Anonymit\u00e4t im Internet, das im Teledienstedatenschutzgesetz garantiert ist, muss endlich effektiv durchgesetzt werden. Wer im Internet surft, ist bis jetzt eine Nummer: So sieht jedenfalls die Datenspur aus, die er hinter sich herzieht. Dazu geh\u00f6ren IP-Adressen, aber auch Kennungen in Cookies von besuchten Webseiten oder Werbeanbietern. Der Weg des Nutzers durchs Netz wird so nachvollziehbar. Oft fallen noch weitere Daten an &#8211; sp\u00e4testens wenn der Nutzer Internet-Formulare ausf\u00fcllt, Suchmaschinen verwendet oder eine SMS-Nachricht \u00fcber das Internet verschickt. Verkn\u00fcpft mit den Internet-Nummern erh\u00e4lt ein stiller Beobachter also noch sehr viel mehr Informationen.<br \/>\n[&#8230;] <\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.datenschutzzentrum.de\/material\/themen\/presse\/anon.htm\">Unabh\u00e4ngigen Landeszentrums f\u00fcr Datenschutz Schleswig Holstein &#8211; &#8222;AN.ON &#8211; ein neues Projekt unterst\u00fctzt das Recht auf Anonymit\u00e4t&#8220;<\/a>)<\/p>\n<p>Wir wissen, das der Staat, also unsere Vertreter missachten unsere Rechte. Sehr oft muss das BVerfG die Regelungen des Staates in die Schranken weisen.<br \/>\nSei es die Volksz\u00e4hlung in den 80ern, die Vorratsdatenspeicherung und hoffentlich auch bei &#8222;ELENA&#8220;, und nun auch wieder zu der &#8222;Volksz\u00e4hlung 2011&#8220;. Unsere Vertreter setzen alles daran, uns unter Kontrolle zu bekommen. Man scheut sich nicht daf\u00fcr das Wort &#8222;Sicherheit&#8220; zu missbrauchen. Ich sage dazu eher mit den Worten von Schmickler: \u201cDie Feigheit vor dem eigenen Volk\u201d (Siehe hier: <a href=\"http:\/\/ichbinterrorist.de\/?p=272\">\u201cDie Feigheit vor dem eigenen Volk\u201d (Wilfried Schmickler, in seinem Wahlaufruf)<\/a>).<\/p>\n<p>\u00dcber diesen Schwenk komme ich wieder zur\u00fcck, auf die Frage wo die Grenzen sind, zwischen den eigenen Interessen und dem Recht auf &#8222;informationelle Selbstbestimmung&#8220; der Anderen?<br \/>\nNun, eigentlich ganz einfach, man benutzt einen Anonymisierungsdienst und die eigene Anonymit\u00e4t ist (zumindest f\u00fcr den Hausgebrauch) gesichert. Aber so einfach ist das nicht. Gerade bei Foren, die sich dem Verbraucherschutz auf die Fahnen geschrieben haben ist es manchmal so, das genau diese Dienste gesperrt sind. Angeblich auch aus Eigenschutz. Bei Anderen Foren und Blogs ist dies  aber durchaus m\u00f6glich. So habe ich auch keine Sperren eingebaut, also kann meine Seite jeder anonym besuchen.<br \/>\nDann gibt es auch Personen, User, Foren, die aus gutem Grund selbst Anonym agieren. Ich kann dies verstehen und auch nachvollziehen. Auch ich nutze diese M\u00f6glichkeit durchaus manchmal, (soweit) anonym durchs Netz zu wandeln und mich anonym zu \u00e4u\u00dfern. Dies birgt aber auch eine gro\u00dfe Verantwortung und vor allem auch gleiches Recht f\u00fcr alle. So hat man da auch eine gro\u00dfe Verantwortung der Nutzer und der Betroffenen gegen\u00fcber. Es gilt, Dritte vor Missbrauch zu sch\u00fctzen, sich selbst, die Nutzer und die Betroffene gegenseitig zu sch\u00fctzen und sich selbst auch nicht au\u00dferhalb der Gesellschaftlichen und moralischen Regeln zu setzen.<br \/>\nDa ist die kritische Selbstreflexion eines der wichtigsten und schwierigsten T\u00e4tigkeiten, die meiner Meinung nach t\u00e4glich von N\u00f6ten ist. Auch Transparenz und klare Regeln f\u00fcr sich selbst sind da unabdingbar.<br \/>\nIch wei\u00df nicht, wie man in einer (Netz-) Kultur, die so manipulierbar und unkontrollierbar ist solche Anforderungen umsetzbar sind. Ich kann da in erster Linie nur bei mir selbst anfangen und versuchen, mich selbst entsprechend zu Verhalten.<br \/>\nIch bin gespannt, wie es andere sehen? Kann man meine chaotischen Gedankeng\u00e4nge hier \u00fcberhaupt folgen? Wie l\u00f6sen andere das Problem, das jeder das Recht auf &#8222;informationelle Selbstbestimmung&#8220; haben?<br \/>\nImmerhin gehe ich mit diesem Artikel nun seit gut 1 1\/2 Wochen schwanger (und mit dem Thema als solches schon seit Jahren) und stelle Ihn nun einfach mal Online.<\/p>\n<p><u><b>Links<\/b><\/u><\/p>\n<p>&#8211; Bundesministerium f\u00fcr Justiz: <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bdsg_1990\/index.html\">Gesetze im Internet &#8211; \u201cBundesdatenschutzgesetz\u201d<\/a><br \/>\n&#8211; Bundesministerium f\u00fcr Justiz: <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/index.html\">Gesetze im Internet &#8211; \u201cGrundgesetz\u201d<\/a><\/p>\n<p>&#8211; Realnamen-Diskussion.info: <a href=\"http:\/\/www.realname-diskussion.info\/isb.htm\">\u201cinformationelle Selbstbestimmung\u201d<\/a><br \/>\n&#8211; Realnamen-Diskussion.info: <a href=\"http:\/\/www.realname-diskussion.info\/anonheft.htm\">\u201cDas Recht auf Anonymit\u00e4t\u201d<\/a><\/p>\n<p>&#8211; Unabh\u00e4ngigen Landeszentrums f\u00fcr Datenschutz Schleswig Holstein: <a href=\"https:\/\/www.datenschutzzentrum.de\/material\/themen\/presse\/anon.htm\">\u201cAN.ON \u2013 ein neues Projekt unterst\u00fctzt das Recht auf Anonymit\u00e4t\u201d<\/a><br \/>\n&#8211; Unabh\u00e4ngigen Landeszentrums f\u00fcr Datenschutz Schleswig Holstein: <a href=\"http:\/\/www.datenschutzzentrum.de\/download\/anonheft.pdf\"><strong>ANON-Heft<\/strong> Die Brosch\u00fcre zu dem Projekt und die Grundlage des Artikels \u201cDas Recht auf Anonymit\u00e4t\u201d auf &#8222;Realnamen-Diskussion.info&#8220;<\/a> (PDF 1,2 MB)<\/p>\n<p><i><u>Nachtrag:<\/u><br \/>\nImmerhin wei\u00df ich wie ich alte Daten automatisch l\u00f6schen kann und habe die Funktion &#8222;Crypt IP addresses&#8220; inzwischen gefunden und eingestellt. Ob dies f\u00fcr Kenner ein wirkliches Hindernis ist, wei\u00df ich auch nicht, aber f\u00fcr mich als (Normal-) Anwender l\u00e4sst sich damit schon mal keine IP erkennen oder verfolgen. Wer wei\u00df eigentlich, wie man die IP-Anzeige (egal ob als cryptische Anzeige oder als Realanzeige) bei der Software WordPress abschaltet (oder ob es \u00fcberhaupt geht)?<br \/>\nAlso von wegen Transparenz: ich kann, wegen der Software wenn ich will (entsp der Einstellung) die IPs (oder eben die cryptische Umwandlung) der letzten 20 Besucher meiner Seite sehen. Eines meiner n\u00e4chsten Projekte wird wohl sein, ganz klar aufzuzeigen welche Einsichten ich mit der Software habe.<br \/>\n<br \/>\n<u>Nachtrag 2:<\/u><br \/>\nUm es nicht falsch zu verstehen, ein Recht auf Anonymit\u00e4t ist f\u00fcr mich nicht Gleichbedeutung mit dem Recht, zu Machen was man will. Deswegen ist gerade dieses Recht mit einer gro\u00dfen Verantwortung verbunden.<\/i><\/p>\n<p><font color=\"#3366FF\"><big>Hinweis (30.10.2010):<\/big><br \/>\n<br \/>\nSo ziemlich um die Selbe Zeit, wie mein Beitrag ging durch das Netz die Sache von dem &#8222;Journalisten&#8220; Stefan Niggemeier und seine Entbl\u00f6\u00dfung von Konstantin Neven DuMont mit Hilfe von Mailadressen und IP-Adressen, die Ihm (Stefan Niggemeier) als Blogbetreiber zug\u00e4nglich waren. Durch das (in meinen Augen) illegale verwerten (siehe \u00a75 des BDSG) dieser Informationen kam er zu dem Schluss, das dieser angeblich unter etlichen Pseudonymen bei Ihm geschrieben hat.<br \/>\nDiese Vorg\u00e4nge haben nichts mit meinen Bericht hier zu tun, obwohl diese von der Thematik und Fragestellung \u00e4hnlich sind.<br \/>\nIch werde mich hier nicht gesondert mit dem in meinen Augen heuchlerischen Stefan Miggemeier befassen. Da empfehle ich das Lesen des kurzen Artikels und dem sch\u00f6nen Caton von Bulo bei den Kollegen F!XMBR: <a href=\"http:\/\/www.fixmbr.de\/moralken\/\">#MoralKen<\/a>. Dort finden sich dann auch weiterf\u00fchrende Links zu dem Thema, wie z.B. den sehr interessanten Beitrag von Spiegelfechter <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/4360\/die-verlorene-ehre-des-stefan-niggemeier\">&#8222;Jens Berger \u2014 Die verlorene Ehre des Stefan Niggemeier&#8220;<\/a>.<\/font><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer kennt das nicht, da bekommt man was zugeschickt, jemand kommt auf Deine Webseite, in einem Forum schreibt jemand was und Du fragst Dich, wer das wohl ist. Diese Neugier ist menschlich, aber darf man dieser Neugier auch nachgeben? 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