{"id":2678,"date":"2011-10-01T14:18:46","date_gmt":"2011-10-01T12:18:46","guid":{"rendered":"http:\/\/gehirnsturm.info\/?p=2678"},"modified":"2011-10-01T14:18:46","modified_gmt":"2011-10-01T12:18:46","slug":"e-on-kultursponsering-gefahrdet-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gehirnsturm.info\/?p=2678","title":{"rendered":"E.ON &#8211; Kultursponsering gef\u00e4hrdet"},"content":{"rendered":"<p>Mir kommen die Tr\u00e4nen!<br \/>\nWas musste ich auf der Webseite vom WDR lesen:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#FF00FF\">Atomausstieg, Brennelementesteuer und hohe Schulden setzen Eon und RWE unter Druck. Sie reagieren mit Sparprogrammen. In der D\u00fcsseldorfer Eon-Zentrale k\u00f6nnte jede zweite Stelle wegfallen. Alle Bereiche kommen auf den Pr\u00fcfstand \u2013 auch das millionenschwere Kultursponsoring.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/wirtschaft\/kultursponsoring100.html\">WDR &#8211; &#8222;Sparen statt Sponsern?&#8220;<\/a>)<\/p>\n<p>Da hat E.ON also Probleme, weil man nun den Atomausstieg doch halbwegs in dem schon fr\u00fcher geplanten Zeitraum (vor dem Ausstieg aus dem Ausstieg) erfolgen lassen muss. Das nun die Energiekonzerne wenigstens ein Teil der Kosten durch Atomenergie mit der Brennelementesteuer mitzahlen sollen? Dadurch wom\u00f6glich die hohen Schulden? Mir kommt wirklich das gro\u00dfe Heulen.<br \/>\nBesonders, das die Kulturf\u00f6rderung von der Hochgelobten und quer durch die Welt getragene <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Public_Private_Partnership\">&#8222;Public-Private-Partnership&#8220;<\/a> den Bach runter geht macht mich Traurig. Da steht nun die Kulturf\u00f6rderung zwischen E.ON und der &#8222;Stiftung museum kunst palast&#8220; auf dem Pr\u00fcfstand.<br \/>\nFrei nach dem Motto: &#8222;Was interessiert mich mein Geschw\u00e4tz von Gestern&#8220;.<br \/>\nDabei sollte man sich das Ganze mal genauer anschauen.<br \/>\nEs ist meiner Meinung nach eine Farce, hier von &#8222;Kulturf\u00f6rderung&#8220; zu sprechen, ebenso wie es eine Farce ist, das die Energiekonzeren sich als die Eigent\u00fcmer der Atomkraftwerke bezeichnen. In beiden F\u00e4llen Frage ich mich, warum da die Kosten dann auf den R\u00fccken der B\u00fcrger liegen?<br \/>\nZur\u00fcck zu E.ON, dem Gesch\u00e4ftssitz von Ihnen in D\u00fcsseldorf und der &#8222;Stiftung museum kunst palast&#8220;.<br \/>\nE.ON stellt sich als Kunstf\u00f6rderer hin. Dabei muss man bedenken, dass E.ON mitten in D\u00fcsseldorf ein Grundst\u00fcck f\u00fcr Ihren neuen Gesch\u00e4ftssitz bekommen hat. Daf\u00fcr wurde der Umbau eines Teils des Geb\u00e4udes von der neu gegr\u00fcndeten Stiftung mitfinanziert der dem Bau im weg stand (F\u00fcher ging da n\u00e4mlich ein Kammermusiksaal auf das jetzige E.ON-Grundst\u00fcck raus) und ein Vertrag \u00fcber die Zahlung von einer j\u00e4hrlichen Summe auf x Jahre, lt. dem WDR-Bericht bis 2014. Dann noch die Beteiligung an der Stiftung, die nach meinem Wissen bei ca. 20% liegt. Dann gibt es noch ein paar kleine Beteiligungen, aber gut 80% der Stiftung und der Belastung sind weiterhin bei der Stadt D\u00fcsseldorf, damit bei den B\u00fcrgern geblieben. Doch wurde scheinbar zwischen den Vertragspartnern im Jahr 2009 neue Vertragsbedingungen ausgehandelt, die die Kulturf\u00f6rderung scheinbar schon vor 2014 gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Ob man bei dem Gesch\u00e4ft wirklich von einer Kulturf\u00f6rderung sprechen kann und daf\u00fcr auch noch dankbar sein muss, ist hier wirklich die Frage. Wenn E.ON f\u00fcr sich keine Vorteile mehr sieht in der Kulturf\u00f6rderung, dann l\u00e4sst sie die Kultur ohne ein Wimpernzucken fallen.<br \/>\nWarum fragt man sich nicht, wieso vor einigen Jahren Hubert Martin, der erste Generaldirektor der Stiftung freigestellt wurde, ein neuer Direktor eingestellt wurde? War es nicht so, das E.ON f\u00fcr sich keinen Nutzen in der Philosophie der Wechselausstellungslinie von Herrn Martin sahen? Kann es sein, das die Ausstellungen in Sicht der E.ON f\u00fcr zu unattraktiv gesehen wurden?<br \/>\nWar es nicht erstaunlich, was sich E.ON mit ca. 20% Stiftungsanteile heraus nahm, w\u00e4hrend die Stadt D\u00fcsseldorf sich Ihre Rechte aus der Hand nehmen lies.<br \/>\nE.ON hat, wie andere Energiekonzerne es verstanden, mit minimalen Einsatz das Maximale heraus zu holen. Nun kann Sie nichts mehr f\u00fcr sich raus saugen und alles was Ihr nichts nutzt, wird \u00fcber Bord geworfen. Ob diese dann ertrinken oder nicht, geht Ihnen am Arsch vorbei.<\/p>\n<p>Da stellt der Bericht im WDR die N\u00e4he von E.ON zur Stiftung mit der unterirdischen Verbindung zwischen der Tiefgarage und der Stiftung heraus.<br \/>\nAber selbst das ist nur Blendwerk.<br \/>\nBetrachten wir die N\u00e4he doch mal ganz Pragmatisch.<br \/>\nDie Tiefgarage von E.ON wird durch den direkten \u00dcbergang wirtschaftlicher f\u00fcr E.ON, die Geb\u00fchren f\u00fcr das Parken von den G\u00e4sten der Stiftung nimmt. Hat man eigene Veranstaltungen, dann wird die Tiefgarage f\u00fcr das &#8222;gemeine&#8220; Publikum knallhart gesperrt. Weiter spart man sich so eine h\u00e4ssliche Zulieferung. Ist es nicht so, das dieser &#8222;sch\u00f6ne&#8220; Ungerbau (Unger = Der Architekt des Geb\u00e4udes) keine richtige Anlieferung hat, sondern alles \u00fcber die Anlieferung der Stiftung und \u00fcber die unterirdische Verbindung angeliefert wird, was etwas gr\u00f6\u00dfer ist? Den \u00c4rger mit der Instandhaltung dieses Bereiches hat aber nicht E.ON, das liegt nat\u00fcrlich bei der Stiftung, oder? Ein Schelm, der dabei schlechtes denkt. Das dadurch der Sicherheitsaufwand (schlie\u00dflich hat die Stiftungen auch mehrere Sammlungen in Verwaltung und lagert diese in entsprechende Archive) weit aus h\u00f6her ist und somit Kosten entstehen ist ja nicht das Problem des Konzernes.<\/p>\n<p>Also wenn ich es betrachte w\u00fcrde ich sagen, das E.ON in einer Nutzen-Kostenrechnung bisher eindeutig im Plus sitzt. Wenn sich dies nicht mehr so darstellt, werden sich die Angestellten in der Stiftung noch umsehen m\u00fcssen. So jedenfalls meine Prognose. Die ersten Ans\u00e4tze hat man ja schon vor Jahren sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie Gesagt, mir kommen wirklich die Tr\u00e4nen, wie schlecht es dem Konzern geht!<\/p>\n<p>Wer mein wirkliches Mitgef\u00fchl hat, ist nicht der Konzern oder die Kulturbetriebe wie die Stiftung, die es eigentlich h\u00e4tten wissen m\u00fcssen. Wer mein wirkliches Mitgef\u00fchl hat, sind die kleinen Angestellten auf beiden Seiten, die nun wegen der Rendite der Aktion\u00e4re um Ihren Arbeitsplatz f\u00fcrchten m\u00fcssen und diejenigen, die dann aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren bis zum Zusammenbruch jobben werden.<\/p>\n<p>Ach \u00dcbrigens, wie es auf der Fl\u00e4che des jetzigen E.ON-Baus ausgesehen hat, kann man recht gut hier sehen: <a href=\"http:\/\/www.luftbild-design.de\/luftbilder\/duesseldorf\/06.htm\">Luftbild: Zeitreise Bild 6\/8, VICTORIA-Platz 1997<\/a>. Das Karree rechts hinter dem runden Turm (den es heute noch gibt) ist die Heutige &#8222;Stiftung museum kunst palast&#8220; und das was man sozusagen auf dem Bild \u00fcber dem runden Hochhausdach (zum Teil auch durch diesen verdeckt) sieht ist der Anbau an dem Karree. Klickt man auf weiter recht unter den 2 Bildern, so kann man im n\u00e4chsten Bild links (<a href=\"http:\/\/www.luftbild-design.de\/luftbilder\/duesseldorf\/07.htm\">&#8222;Luftbild: Zeitreise Bild 7\/8, VICTORIA-Platz 1999&#8220;<\/a>) die Baustelle von E.ON 2 Jahre sp\u00e4ter an stelle des Anbaus sehen.<br \/>\nNur zum Thema &#8222;uneigenn\u00fctzige Kulturf\u00f6rderung&#8220; \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Weitere gute Bilder von dem Bau der D\u00fcsseldorfer E.ON-Zentrale sind hier zu sehen: <a href=\"http:\/\/www.luftbildportal.de\/architektentraeume-eon-kunstpalast-architekten1.html\">EON + Kunstpalast, D\u00fcsseldorf: Architekt(en) Unger<\/a> (Unten kann man weiter bl\u00e4ttern. Insg. 17 Bilder)<\/p>\n<p><u><b>Link:<\/b><\/u><\/p>\n<p>&#8211; WDR: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/wirtschaft\/kultursponsoring100.html\">Sparen statt Sponsern?<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mir kommen die Tr\u00e4nen! Was musste ich auf der Webseite vom WDR lesen: Atomausstieg, Brennelementesteuer und hohe Schulden setzen Eon und RWE unter Druck. Sie reagieren mit Sparprogrammen. In der D\u00fcsseldorfer Eon-Zentrale k\u00f6nnte jede zweite Stelle wegfallen. 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