{"id":4414,"date":"2012-07-04T17:35:50","date_gmt":"2012-07-04T15:35:50","guid":{"rendered":"http:\/\/gehirnsturm.info\/?p=4414"},"modified":"2012-07-08T08:41:36","modified_gmt":"2012-07-08T06:41:36","slug":"ein-urteil-des-kolner-landgericht-und-eine-horde-aufgeregter-relegionsfunktionare","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gehirnsturm.info\/?p=4414","title":{"rendered":"Ein Urteil des K\u00f6lner Landgericht und eine Horde aufgeregter Religionsfunktion\u00e4re"},"content":{"rendered":"<p>Eins Vorne weg, es geht nicht um Religion und was dort Richtig und Falsch ist. Und dass hier die Beschneidung von M\u00e4dchen und Frauen nicht vorkommen, ist keine Ignoranz oder Bef\u00fcrwortung, sondern ist dem Urteil geschuldet, das sich auf eine bisher in Deutschland (im Gegensatz zur M\u00e4dchenbeschneidung) juristisch geduldeten Jungenbeschneidung bezieht.<\/p>\n<p>Seit einigen Tagen gibt es Aufregung in Deutschland. Das Landgericht K\u00f6ln hat in einem Urteil das Grundrecht auf die &#8222;k\u00f6rperliche Unversehrtheit&#8220; \u00fcber das Grundrecht auf &#8222;Religionsfreiheit&#8220; gestellt.<br \/>\nSoweit die Aussage, wenn man das Geschw\u00e4tz der Religionsfunktion\u00e4re und Religionseiferer verfolgt.<br \/>\nDies ist aber soweit nicht Richtig. Das Gericht hat das Recht auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit eines Kindes h\u00f6her angesetzt als die Religionsfreiheit der Eltern!<br \/>\nDas zum Ersten. Es geht hier in der Entscheidung also nicht um die Religionsfreiheit des Kindes, sondern die der Eltern, das sollte man sich zuerst einmal vor Augen f\u00fchren. Die n\u00e4chste Frage ist, haben die Eltern das Recht wegen &#8222;Ihrer&#8220; Religionsfreiheit ein Kind unn\u00f6tigerweise k\u00f6rperlich zu besch\u00e4digen?<br \/>\nIch wei\u00df &#8222;besch\u00e4digen&#8220; h\u00f6rt sich nicht gerade menschlich an. Aber wie ist das? Darf ein Fahrer eines Feuerwehrauto ein etwas ung\u00fcnstig parkendes Fahrzeug (und damit auch ohne Beschilderung falsch parkendes Auto) einfach rammen? Ich w\u00e4re gespannt \u00fcber die Antwort von vielen Lesern. Es kommt n\u00e4mlich einfach nur auf die Situation an. F\u00e4hrt der Fahrer &#8222;nur&#8220; gerade zu einer Inspektion, dann nicht. Handelt es sich aber um einen Einsatz, bei dem zu Bef\u00fcrchten ist, das Menschen gef\u00e4hrdet sind, dann darf er das Fahrzeug auch mit Gewalt beiseite schieben (Nat\u00fcrlich nicht willk\u00fcrlich, wenn es eine vertretbare andere Alternative gibt).<br \/>\nZur\u00fcck zur Religionsfreiheit. Der Gesetzgeber hat neben der positiven Religionsfreiheit (also der Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Religion) auch die negative Religionsfreiheit (also die Nichtzugeh\u00f6rigkeit zu einer Religion) sicher gestellt. Da auch religi\u00f6se und moralische Erziehung und Ausbildung ein wesentlicher Bestandteil der freien Religionsaus\u00fcbung\/-wahl ist, hat der Gesetzgeber nicht konsequenter Weise die freie Religionsaus\u00fcbung an einer bestimmten Altersgrenze gebunden, wie es sonst in vielen anderen Dingen ist (z.B. Strafm\u00fcndigkeit), sondern schon recht fr\u00fch den B\u00fcrgern sich f\u00fcr eine freie Wahl einer (positiven, wie negativen) Religionszugeh\u00f6rigkeit ausgesprochen. So darf jeder B\u00fcrger sich theoretisch mit 14 Jahren frei entscheiden, ob und zu welcher Religion er geh\u00f6ren will. Wenn man bedenkt, welch ein tiefer Einschnitt dies in die Rechte der Eltern bedeutet, gerade vor dem Hintergrund, dass ansonsten Eltern Kindern in diesem Alter noch so ziemlich alles Vorschreiben k\u00f6nnen.<br \/>\nAuf der anderen Seite zeigt es auch auf, welches hohe Gut eben die Religionsfreiheit f\u00fcr das Individuum in Deutschland einnimmt. Das ist auch gut so, egal was ich oder andere von einzelnen Religionen oder Glaubensgemeinschaften im allgemeinen so halten.<br \/>\nF\u00fchrt man sich dies vor Augen, so ist die Entscheidung des K\u00f6lner Landgerichtes nur zu begr\u00fc\u00dfen. Es ist ein Meilenstein f\u00fcr die Wahrung der Religionsfreiheit.<\/p>\n<p>Der Zentralrat der Juden sprach so auch direkt unverst\u00e4ndlicher Weise von einem Einschnitt der Religionsfreiheit.<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht im Urteil des Landgerichts K\u00f6ln, das die Beschneidung von Jungen aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden als K\u00f6rperverletzung bewertet hat, einen beispiellosen und dramatischen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zentralratdjuden.de\/de\/article\/3705.html\">Zentralrat der Juden &#8211; Zum Urteil des K\u00f6lner Landgerichts zur Beschneidung von Jungen<\/a>)<\/p>\n<p>Und hier sieht man direkt auch der gedankliche Fehler dieser Argumentation. Die Freiheit der &#8222;Religionsgemeinschaften&#8220; ist hier nicht Thema sondern die Religionsfreiheit des Individuums in Verbindung mit seinem Recht auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit. Eine Gemeinschaft darf gerne die Zugeh\u00f6rigkeit mit (legalen) Ritualen verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Die Beschneidung von neugeborenen Jungen ist fester Bestandteil der j\u00fcdischen Religion und wird seit Jahrtausenden weltweit praktiziert. <\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zentralratdjuden.de\/de\/article\/3705.html\">Zentralrat der Juden &#8211; Zum Urteil des K\u00f6lner Landgerichts zur Beschneidung von Jungen<\/a>)<\/p>\n<p>Das kann man ebenso sehen, wie im Mittelalter, dass alle Untertanen von F\u00fcrsten automatisch Katholiken oder Evangelisch waren. Deswegen gibt es ja immer noch eher katholische und evangelische Gebiete in Deutschland und nicht etwa, weil sich diese Bev\u00f6lkerung kollektiv f\u00fcr eine Glaubensrichtung entschieden haben.<\/p>\n<p>Die Aussage st\u00fctzt sich wohl auf die Genesis-Schriften in der Tora:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Gott sprach zu Abraham: Du aber, du wahre meinen Bund, du und dein Same nach dir in ihre Geschlechter. Dies ist mein Bund, den ihr wahren sollt, zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Beschnitten unter euch sei alles M\u00e4nnliche. Am Fleisch eurer Vorhaut sollt ihr beschnitten werden, das sei zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch. Mit acht Tagen soll alles M\u00e4nnliche unter euch beschnitten werden, in eure Geschlechter, Hausgeborner und von allirgend Fremdem um Geld Erworbner, der also nicht deines Samens ist, beschnitten werde, beschnitten dein Hausgeborner und dein Gelderworbner, mein Bund sei an eurem Fleisch zum Weltzeit-Bund. Ein vorhautiger Mann aber, der am Fleisch seiner Vorhaut sich nicht beschneiden l\u00e4\u00dft, gerodet werde solch Wesen aus seinen Volkleuten, meinen Bund hat er gesprengt.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p> (Quelle: Genesis 17, 9 &#8211; 14)<\/p>\n<p>Im Alten Testament nach der Luther-\u00dcbersetzung liest sich dies so:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und dein Same nach dir, bei ihren Nachkommen. Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: Alles, was m\u00e4nnlich ist unter euch, soll beschnitten werden. Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Das soll ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. Ein jegliches Kn\u00e4blein, wenn&#8217;s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. Beschnitten werden soll alles Gesinde, das dir daheim geboren oder erkauft ist. Und also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bund. Und wo ein Mannsbild nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum da\u00df es meinen Bund unterlassen hat.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: 1. Mose &#8211; Kapitel 17; 9-14)<\/p>\n<p>Es ist nicht von Religion die Rede, sondern einem &#8222;Bund&#8220; und nimmt man den letzten Satz in beiden Schriften (die Versto\u00dfung\/Ausrottung des Unbeschnittenen aus dem Volk) ein &#8222;V\u00f6lkerbund&#8220;. Dies hat also nichts mit Religion zu tun, sondern ist eine Tradition aus einem V\u00f6lkerbund heraus. Hier greift also das rufen nach der Religionsfreiheit nicht. Auch wird hier deutlich, das ein Zwang vorgesehen ist, da alle im &#8222;Haushalt&#8220; lebenden, auch z.B. Sklaven beschnitten werden sollen. Es liegt also keine Freiheit, geschweige denn Religionsfreiheit vor.<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die daheim geboren, und alle, die erkauft, und alles, was m\u00e4nnlich war in seinem Hause, und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch ebendesselben Tages, wie ihm Gott gesagt hatte. Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da er die Vorhaut an seinem Fleisch beschnitt. Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, da seines Fleisches Vorhaut beschnitten ward. Eben auf einen Tag wurden sie alle beschnitten, Abraham, sein Sohn Ismael, und was m\u00e4nnlich in seinem Hause war, daheim geboren und erkauft von Fremden; es ward alles mit ihm beschnitten. <\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>((Quelle: 1. Mose &#8211; Kapitel 17; 23-27)<\/p>\n<p>Gerade die Umsetzung dieses &#8222;Gebotes&#8220; zeigt, das es hier nicht um &#8222;Glauben&#8220; oder &#8222;Religion&#8220; ging. Es wurden alle, egal ob Sohn oder Leibeigener (=Sklave) gekennzeichnet. Das Abraham dabei lt. Bibel schon 99 war und sein Sohn 13 war f\u00fcr den V\u00f6lkerbund kein Problem. Auch scheint der Glaube nicht Ma\u00dfstab dieser Handlung zu sein, da sonst nicht &#8222;alle&#8220; m\u00e4nnlichen Bewohner des Hauses Abraham beschnitten wurden, sondern auch die nicht zur Familie geh\u00f6renden M\u00e4nner im Haus.<br \/>\nDas Gott auf Grund seinen Worten nicht ein Absolutismus verlangt kann man wenige Kapitel sp\u00e4ter nachlesen:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.<br \/>\nFr\u00fchmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nAbraham nahm das Holz f\u00fcr das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nAls sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt wei\u00df ich, dass du Gott f\u00fcrchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. <\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: 1.Mose 22; 2ff)<br \/>\nNimmt man also diese Textstelle aus der gleichen Schrift, in der eine Glaubensgemeinschaft das recht heraus liest, Kinder zu besch\u00e4digen, scheint es so, das der Gott der Juden und Christen ein sehr unsicherer Gott war und sich seiner Gl\u00e4ubigen nicht sicher war. Er hat Sie zum einen &#8222;Markiert&#8220; (\u00e4hnlich dem Schmiss bei Studentenverbindungen oder T\u00e4towierungen bei anderen V\u00f6lkern) durch Beschneidung und &#8222;gepr\u00fcft&#8220;, bzw. seine Anweisung (des Opfers) widerrufen lassen. Auf der anderen Seite kann man daraus auch eine vermeintlich humanit\u00e4re Einstellung dieses Gottes heraus lesen. Er verzichtet auf das Opfer in dem Wissen, das er von Abraham, als Vater des &#8222;markierten&#8220; Volkes gef\u00fcrchtet wird, also Macht \u00fcber Ihn hat. Soviel Macht, das er nicht nur seinen Kindern Schmerzen und Verst\u00fcmmlung zuf\u00fcgt, nein auch bereit ist diese f\u00fcr Ihn zu T\u00f6ten.<br \/>\nDas dies nach diesen Schriften eine Entwicklung darstellt, kann man sehen, wenn man die Geschichte des &#8222;markierten&#8220; Volkes weiter verfolgt, so hei\u00dft es auch im 2. Buch Moses:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Und Gott redete alle diese Worte:<br \/>\nIch bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus \u00c4gyptenland, aus dem Diensthause, gef\u00fchrt habe. Du sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben.<br \/>\nDu sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der V\u00e4ter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen; und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und meine Gebote halten.<br \/>\nDu sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mi\u00dfbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mi\u00dfbraucht.<br \/>\nGedenke des Sabbattags, da\u00df Du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle dein Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein Werk tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht noch deine Magd noch dein Vieh noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.<br \/>\nDu sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf da\u00df du lange lebest in dem Lande, da\u00df dir der HERR, dein Gott, gibt.<br \/>\nDu sollst nicht t\u00f6ten.<br \/>\nDu sollst nicht ehebrechen.<br \/>\nDu sollst nicht stehlen.<br \/>\nDu sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen N\u00e4chsten.<br \/>\nLa\u00df dich nicht gel\u00fcsten deines N\u00e4chsten Hauses. La\u00df dich nicht gel\u00fcsten deines N\u00e4chsten Weibes, noch seines Knechtes noch seiner Magd, noch seines Ochsen noch seines Esels, noch alles, was dein N\u00e4chster hat. <\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: 2. Buch Moses Kapitel 20; 1-17)<\/p>\n<p>Durch die 10 Gebote, die Moses empfangen hat (bzw. die Worte, die Gott zu dem &#8222;markierten&#8220; Volk gesprochen hat) wurden weitere \u00c4nderungen in den Regeln des &#8222;markierten&#8220; Volkes vorgenommen. So relativiert er, der Gott seine vorherige Kompromisslosigkeit auf eine Bestrafung bis zu 4 Generationen (&#8222;den Kindern bis in das dritte und vierte Glied&#8220;). Und er stellt moralische Grunds\u00e4tze auf, die er scheinbar f\u00fcr sein Volk f\u00fcr notwendig hielt. Das zur gleichen Zeit bereits die gesamte Welt mit V\u00f6lkern besiedelt waren, die ebenfalls auf Basis moralische Wertesysteme, zum Teil seit Jahrhunderten bestanden, wirft ein nicht gerade gutes Licht auf das Volk.<\/p>\n<p>Trotz allen Suchens konnte ich keinen Hinweis auf Beschneidung im Koran entdecken, erinnere mich auch nicht in dieser solches gelesen zu haben.<br \/>\nIn einer Sammlung von Schriften \u00fcber die Aussagen und Taten des Propheten Mohammed kann man mehrere Stellen lesen. Dabei handelt es sich immer um Berichte von &#8222;Abu Huraira&#8220; in dem er \u00fcber die angeblichen Worte von dem Propheten berichtet. So z.B. so:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, da\u00df der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: &#8222;Abraham, Allahs Friede auf ihm, vollzog f\u00fcr sich die Beschneidung, als er im Alter von achtzig Jahren war, und bediente sich dazu der Axt.&#8220; [BUCHARI:780]<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.enfal.de\/hitan.htm\">&#8222;Die Beschneidung im Islam&#8220;, Referat gehalten von C\u00e9dric Poyet<\/a>)<br \/>\nund:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, da\u00df der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: &#8222;Zur Fitra (bei Erschaffung des Menschen) geh\u00f6ren f\u00fcnf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fu\u00df-) N\u00e4gel und das Auszupfen der Achselhaare.&#8220; [BUCHARI:1216]<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.enfal.de\/hitan.htm\">&#8222;Die Beschneidung im Islam&#8220;, Referat gehalten von C\u00e9dric Poyet<\/a>)<\/p>\n<p>Nach weiteren Recherchen kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass die Beschneidung allein auf angebliche Worte des Propheten, die durch jene &#8222;Abu Huraira&#8220; \u00fcberliefert wurden. Im Koran selbst, der Schrift die dem Propheten Mohammed von Gott\/Allah ins Herz geschrieben wurde, findet sich dazu nichts.<br \/>\nAuch wird hier die Praxis der Beschneidung der Vorhaut in den L\u00e4ndern\/Gebieten unterschiedlich gehandhabt. Es scheint dabei aber einhellig zu sein, dass es im Islam keine Vorschrift \u00fcber den Zeitpunkt der Beschneidung gibt. So werden je nach Gebiet von S\u00e4uglingen, wie auch bei Jungen zwischen 7 und 10 Jahren Beschneidungen durchgef\u00fchrt. Einen Religi\u00f6sen Grund daf\u00fcr, eine Beschneidung vor der Entscheidungsm\u00fcndigkeit des zu Beschneidenden vorzunehmen gibt es nicht, ebenso wie man je nach Glaubensauslegung (da der Koran nichts von einer Beschneidung verlauten l\u00e4sst) auch ein Muss der Beschneidung nicht unbedingt erkennen kann.<\/p>\n<p>Die Christen spalten sich hier ebenfalls. Ein Teil der Christen (z.B. Koptisch-Orthodoxe Kirche und \u00c4thiopisch-Orthodoxe Kirche) f\u00fchrt Beschneidungen durch, wobei sie sich dabei eben wieder auf das Alte Testament mit dem Buch Moses beziehen, in dem Abraham die Beschneidung von Gott befohlen wurde. Andere Christen f\u00fchren keine Beschneidung durch und beziehen sich dabei auf Aussagen von Petrus, der von einer Beschneidung des Herzens spricht, also einer &#8222;geistigen&#8220; Beschneidung (oder einfacher gesagt, dem &#8222;Glauben&#8220;). Eine weitere Textstelle ist im &#8222;Evangelium nach Thomas&#8220; zu finden:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Seine J\u00fcnger sprachen zu ihm: \u201eN\u00fctzt die Beschneidung oder nicht?\u201c<br \/>\nEr sprach zu ihnen: \u201eWenn sie n\u00fctzte, w\u00fcrde ihr Vater sie beschnitten aus ihrer Mutter zeugen. Aber die wahre Beschneidung im Geiste hat vollen Nutzen gehabt.\u201c<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: Evangelium nach Thomas (53))<\/p>\n<p>So weit also der Hintergrund der &#8222;traditionellen&#8220; Beschneidungen. Bei den Juden die &#8222;V\u00f6lkerzugeh\u00f6rigkeit&#8220; und bei den Moslems auf Grund der \u00fcberlieferten Worte eines Zeitgenossen von dem Propheten Mohammed. Die Christen, die Beschneidungen durchf\u00fchren setzten nach dem Alten Testament somit den &#8222;V\u00f6kerbund&#8220; zwischen dem Auserw\u00e4hlten Volk und Gott weiter. Eine religi\u00f6se Begr\u00fcndung der Beschneidung ist damit in meinen Augen ebenfalls nicht begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Dann gibt es noch medizinische Begr\u00fcndungen einer Beschneidung.<br \/>\nNeben Vorhautverengungen, werden oft angeblich geringere Geb\u00e4rmutterkrebserkrankungen bei Frauen f\u00fcr eine medizinische Entfernung der Vorhaut angegeben. Angeblich soll die WHO (Weoltgesundheits Organisation) auch die Vorhautentfernung zur AIDS-Vorsorge empfehlen. Diese soll die Infektionsgefahr auf 66% verringern.<br \/>\nAber eins nach dem anderen.<br \/>\nDie angebliche Vorhautverengung kann bei S\u00e4uglingen noch gar nicht diagnostiziert werden, da die Vorhaut noch mit der Eichel verwachsen ist. Auch ist es inzwischen so, dass wirkliche Vorhautverengungen oft durch Dehnung mit entsprechenden Salben und kleine Einschnitte in der Vorhaut behoben werden k\u00f6nnen. Die Zahl der wirklich notwendigen Entfernungen der Vorhaut sind inzwischen nur noch selten medizinisch notwendig.<br \/>\nAngeblich soll eine entfernte Vorhaut die  Erkrankungswahrscheinlichkeit von Geb\u00e4rmutterkrebs bei Frauen verringern. Dabei geht es darum, dass beschnittene M\u00e4nner weniger von den &#8222;Humanen Papillomavirus&#8220; befallen seien, das unter anderem Geb\u00e4rmutterhals- sowie Peniskrebs ausl\u00f6sen kann. Fest zu halten ist, das eine entsprechende Hygiene und entsprechende Aufkl\u00e4rung die Gefahr ebenso und besser behebt, als eine Beschneidung, die eine Infektion verringert, aber nicht behebt!<br \/>\nDas Beschnittene M\u00e4nner angeblich eine geringere HIV-Infektion (AIDS) haben wie beschnittene ist erst mal erstaunlich und die Zahlen dazu sind laut Focus &#8222;10,2 Prozent&#8220; bei Beschnittenen und &#8222;22 Prozent&#8220; bei unbeschnittenen M\u00e4nnern. Das ist die eine Zahl, spannend ist was danach dort steht:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Bei der weitaus gr\u00f6\u00dferen Gruppe, die nicht wusste, ob ihr Sexualpartner HIV-positiv war, war der Unterschied in der Infektionsrate statistisch nicht bedeutsam (2,5 Prozent gegen\u00fcber 3,3 Prozent).<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle f\u00fcr alle Zahlen zur HIV-Infektion und Zitat: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ratgeber\/sexualitaet\/hiv-und-hpv-beschneidung-bremst-viren_aid_356823.html\">FOCUS Online &#8211; Beschneidung bremst Viren<\/a>)<\/p>\n<p>Also bei der weit aus gr\u00f6\u00dferen Gruppe der Sexualpartner, bei denen ein Partner HIV-Positiv war, der Andere dies aber nicht wusste, war die Infektion bei beiden recht gering.<br \/>\nIch w\u00fcrde sagen, dass hier einfach das Gehirn ausgesetzt hat. Wenn mein Partner (Egal, ob nun Homo oder Hetero) oder ich HIV-Infiziert ist, dann sch\u00fctze ich mich, egal ob Ich nun Beschnitten bin oder nicht. Und Liebt mein Partner mich, bzw. ich Ihn, dann achtet er auch darauf, das man sich beim Sex sch\u00fctzt. Die Zahlen zeigen in meinen Augen nur, dass die Partner miteinander erstaunlich unverantwortlich umgehen.<br \/>\nAls Beispiel nehmen wir mal die Autofahrer. Angenommen in einer innerst\u00e4dtischen Stra\u00dfe w\u00e4ren alle Beschr\u00e4nkungen aufgehoben. Die Autos d\u00fcrfen so Schnell wie sie Wollen fahren und man braucht nicht angeschnallt zu sein. Man stellt fest, dass bei Unf\u00e4llen XX% Fu\u00dfg\u00e4nger Sterben und XX% Autofahrer. Bei Studien stellt man fest, das Autofahrer, die sich trotz aller Freiheiten angeschnallt haben bei Unf\u00e4llen prozentual weniger oft sterben als bei Unf\u00e4llen mit nicht angeschnallten Fahrern. Also regelt man nun, dass Autofahrer sich anzuschnallen haben. Das dies aber dem Fu\u00dfg\u00e4ngern nichts hilft, wird ignoriert. Diese sterben weiterhin wie gehabt, aber stolz verk\u00fcndet man, das die Sterblichkeit auf dieser Stra\u00dfe um XX% zur\u00fcck gegangen ist. Sorgt man statt dessen f\u00fcr eine vern\u00fcnftige Verkehrsf\u00fchrung und auf alle Verkehrsteilnehmer angepasste Regeln, so kann man die Unf\u00e4lle und auch die Sterblichkeit um ein vielfaches senken.<br \/>\nDie WHO empfiehlt angeblich die Beschneidung von M\u00e4nnern zur HIV-Pr\u00e4sentation. Mal abgesehen, dass damit keine Infektion verhindert werden kann, sondern nur das Lotteriespiel einer Infektion zu Gunsten der Nichtinfizierten verschoben wird, hat sich die WHO nicht einfach f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Beschneidung ausgesprochen. In der Mitteilung zu dem Thema Beschneidung und HIV hei\u00dft es ausdr\u00fccklich:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Male circumcision has strong cultural connotations implying the need also to deliver services in a manner that is culturally sensitive and that minimizes any stigma that might be associated with circumcision status. Countries should ensure that male circumcision is provided with full adherence to medical ethics and human rights principles, including informed consent, confidentiality, and absence of coercion.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle:<a href=\"http:\/\/www.who.int\/hiv\/mediacentre\/news68\/en\/\"> WHO &#8211; WHO and UNAIDS announce recommendations from expert consultation on male circumcision for HIV prevention<\/a>)<\/p>\n<p>Was frei \u00fcbersetzt ungef\u00e4hr dies hier hei\u00dft:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">M\u00e4nnliche Beschneidung hat starke kulturelle Konnotationen impliziert die Notwendigkeit, auch f\u00fcr Leistungen in einer Weise, die kulturell sensitiv ist und dass minimiert die Stigmatisierung, die mit der Beschneidung Status verbunden sein k\u00f6nnen liefern. <b>Die L\u00e4nder sollten sicherstellen, dass m\u00e4nnliche Beschneidung bei voller Einhaltung der medizinischen Ethik und Prinzipien der Menschenrechte, einschlie\u00dflich der Einwilligung nach Aufkl\u00e4rung, Vertraulichkeit und Abwesenheit von Zwang wird zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/b><\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>Der von mir hervorgehobene Satz zeigt eindeutig, dass es hier nicht um Beschneidungen an S\u00e4uglingen oder Kindern geht, sondern ohne Zwang und mit Einwilligung (also dementsprechend auch der Bef\u00e4higung der Einwilligung) des zu Beschneidenden geschehen soll.<br \/>\nDas dieser vermeintliche Schutz nur ein Weg ist, macht auch nach der Ver\u00f6ffentlichung dieser Empfehlung der Direktor f\u00fcr die Abteilung HIV\/AIDS der WHO klar:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">&#8222;Aber selbst wenn zur Beschneidung gute neue Daten kommen, ist es wichtig zu sagen, dass das kein kompletter Schutz ist&#8220;, sagte Kevin De Cock, Direktor der WHO-Abteilung f\u00fcr HIV\/Aids. Die Beschneidung m\u00fcsse immer von anderen Schutzma\u00dfnahmen wie zum Beispiel Kondomen begleitet werden.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/gesundheit\/gesundheitsnews\/who-beschneidung-soll-vor-hiv-schuetzen-567973.html\">Stern &#8211; Beschneidung soll vor HIV sch\u00fctzen<\/a>)<\/p>\n<p>Mit dem Hintergrund dieser Aussage ist auch der Titel des Stern-Artikels irref\u00fchrend (&#8222;Beschneidung soll vor HIV sch\u00fctzen&#8220;), da die Beschneidung nicht vor HIV &#8222;sch\u00fctzt&#8220;, sondern &#8222;nur&#8220; die Infektionsgefahr verringert.<br \/>\nEin altes Chinesisches Sprichwort hei\u00df frei aus dem Ged\u00e4chtnis zitiert:<br \/>\n<i>&#8222;Gebe einem Hungernden einen Fisch, so wird er einen Tag satt.<br \/>\nLehre einem Hungernden Fischen, so wird er t\u00e4glich satt.&#8220;<\/i><br \/>\n\u00dcbertragen hei\u00dft das, lehre den Menschen, die sich Infiziert haben oder in der Gefahr einer Infizierung stehen, die richtige Handlung, so bringt dies wohl mehr als alle Beschneidungen. In diesem Fall halt auch noch die Mittel, also Kondome.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt werden gerne &#8222;optische Gr\u00fcnde&#8220; f\u00fcr eine Beschneidung herangezogen. Dabei klammert man sich an eine Studie aus Amerika die besagt, dass angeblich 3\/4 der Frauen (M\u00fctter kurz nach der Geburt eines Sohnes, 1988 in Iowa) eine beschnittenen Penis &#8222;nat\u00fcrlicher&#8220; empfunden haben. Zum einen lag die Zahl der befragten Frauen bei 269, was f\u00fcr eine repr\u00e4sentative Umfrage etwas zu gering sein d\u00fcrfte, und es war auch nur eine bestimmte Zielgruppe (Frauen, die gerade einen Sohn geboren hatten) und was gerne von denjenigen, die diese Studie anf\u00fchren vergessen wird zu erw\u00e4hnen, dass von diesen 269 Frauen nur 22% der Frauen schon sexuelle Erfahrung mit unbeschnittenen Penissen hatten. Wie viele vorher \u00fcberhaupt schon einen unbeschnittenen Penis gesehen hatten, ist nicht bekannt. Schlie\u00dflich war die Umfrage im Jahr 1988 in dem pr\u00fcden Amerika erfolgt. es kann also getrost gesagt werden, das diese Umfrage alles andere als Repr\u00e4sentativ ist.<br \/>\nBei den angeblich gesundheitlichen und kosmetischen Vorteilen ist fest zu halten, dass diese f\u00fcr S\u00e4uglinge und Kinder nicht von Relevanz sind, da diese noch nicht (freiwillig) sexuell aktiv sind. <\/p>\n<p>Ich habe mir extra die M\u00fche gemacht, die Hintergr\u00fcnde der Beschneidungen in verschiedenen Religionen zu ergr\u00fcnden, da dies ja das Argument bez\u00fcglich der Beschneidungen ist, das im Grundgesetz verankerte Recht auf Religionsfreiheit. Auch dieses Grundrecht selbst habe ich versucht f\u00fcr mich zu beleuchten.<\/p>\n<p>Mein Fazit ist, dass ich keine &#8222;religi\u00f6sen&#8220; Gr\u00fcnde f\u00fcr eine S\u00e4ugling- oder Kindesbeschneidung finden konnte. Somit ist eigentlich das Recht auf Religionsfreiheit nicht betroffen. Im Gegenteil f\u00fcr die S\u00e4uglinge und Kinder wird so das Recht auf Religionsfreiheit noch gest\u00e4rkt, da diese nicht durch Fremdentscheidungen schon k\u00f6rperlich beeinflusst\/markiert werden.<br \/>\nDas Grundrecht auf Religionsfreiheit im Grundgesetz ist nach meinem Verst\u00e4ndnis ebenso wie das Recht auf Unversehrtheit ein Individualrecht, somit hat es mit Traditionen und Handlungen von Religionsgemeinschaften nichts zu tun, wie ich schon bei der Reaktion des Zentralrates der Juden weiter oben bemerkt habe.<\/p>\n<p>Mir ist unverst\u00e4ndlich, wieso die Moslems sich \u00fcber dieses Urteil emp\u00f6ren. Nach dem was ich gelesen habe, gibt es im Islam keine religi\u00f6se Begr\u00fcndung, f\u00fcr eine S\u00e4uglings- oder Kindesbeschneidung. Demnach ist eine Beschneidung auch noch m\u00f6glich, wenn der Gl\u00e4ubige diese Entscheidung selbst treffen kann.<\/p>\n<p>Im Judentum bezieht man sich auf die (angebl. \u00dcberlieferten) Worte von Abraham, die dieser von Gott erhalten haben soll. Wird ein S\u00e4ugling zu Fr\u00fch geboren oder ist es Krank geboren, wird der achte Tag ab der Genesung, bzw. der entsprechenden Kr\u00e4ftigung des S\u00e4ugling berechnet. Bedenkt man, das Abraham selbst bei seiner Beschneidung je nach Schrift mindestens 80 Jahre alt war, kann man hier auch eine andere Interpretation finden. J\u00fcdische Kinder k\u00f6nnen erst am religi\u00f6sen Leben teilnehmen, wenn sie an der &#8222;Bar Mitzwa&#8220; teilgenommen haben. Dann gelten sie als Religionsm\u00fcndig und d\u00fcrfen an den Gebeten teilnehmen. Dies ist in der Regel mit ca. 13 Jahren. Das bedeutet Symbolisch, dass erst hiermit der Junge in die Religionsgemeinschaft <strong>geboren<\/strong> wird und ein vollst\u00e4ndiges Mitglied ist. Konsequent ist es auch diese j\u00fcdische Religionsm\u00fcndigkeit als Ma\u00dfstab f\u00fcr die Beschneidung zu nehmen. Mal abgesehen davon, dass ich 13 Jahre pers\u00f6nlich immer noch f\u00fcr zu fr\u00fch halte, ist der Junge in dem Alter eher in der Lage selbst eine Entscheidung zu treffen.<br \/>\nChristen, die Beschneidungen vornehmen, sollten vor dem selben Problem stehen. Nicht die Taufe oder die Geburt macht die S\u00e4uglinge oder Kinder zu &#8222;Christen&#8220;. Erst die Firmung oder Konfirmation beendet die Aufnahme in die Religionsgemeinschaft. Dementsprechend ist auch eine Beschneidung erst dann (wenn sie von der Glaubensgemeinschaft gefordert ist) sinnvoll und nachvollziehbar. Besonders, da die Christen nicht durch Ihre &#8222;Volkszugeh\u00f6rigkeit&#8220; an dieses Ritual gebunden sind. Es d\u00fcrfte sogar die leicht ironische Frage gestellt werden, ob ein nicht als dem &#8222;j\u00fcdischen Volk&#8220; zugeh\u00f6rig geborener nicht erst dann dem &#8222;V\u00f6lkerbund&#8220; zugeh\u00f6rig sein kann, wenn er als Sklave bei einer j\u00fcdischen (von Volk her) Familie beschnitten wird.<br \/>\nIn diesem Rahmen sei auch erw\u00e4hnt, das ich pers\u00f6nlich die S\u00e4uglingstaufe f\u00fcr falsch und pervers halte. Verschiedene Freikirchen sehen dies auch so und erkennen diese S\u00e4uglings-\/Kindstaufe nicht an. Diese verlangen dann von demjenigen, der Ihrer Kirche beitreten will eine neue Taufe und Taufen auch Ihre Kinder erst, wenn diese es selbst entscheiden k\u00f6nnen. Dies entspricht auch dem, was die Bibel \u00fcber Jesus und seinem Lebensweg berichtet. Auch er l\u00e4sst sich erst als Erwachsener von Johannes taufen, im vollen Bewusstsein, was er macht und eines seiner Bekanntesten Ausspr\u00fcche lt. dem Neuen Testament ist:<br \/>\n<i>&#8222;Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empf\u00e4ngt wie ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die H\u00e4nde auf sie und segnete sie.&#8220;<\/i> (Markus Kapitel 10; 14-16)<br \/>\nJesus stellte also fest, dass die Kinder auch so das Reich Gottes erworben haben, also ohne Taufe oder anderen Riten. Kinder, noch unschuldig und unbelastet durch Ihr bewusstes Tun sind die Vorbilder derer die Gottes Reich erlangen wollen, so steht es hier. Also erst durch das Bewusstsein des Handelns entsteht die Notwendigkeit der &#8222;Religion&#8220; und der &#8222;S\u00fchne&#8220;. Demnach k\u00f6nnen Kinder noch gar keiner Religion oder Kirche angeh\u00f6ren, wenn man als Christ die angebl. Worte Jesus ernst nimmt. Von daher ist die S\u00e4uglings- oder Kindstaufe in meinen Augen ein religi\u00f6ser mumpitz.<\/p>\n<p>Bleiben noch die medizinischen und kosmetischen Gr\u00fcnde.<br \/>\nIn Zeiten, wo Aufkl\u00e4rung und Hygiene die Gefahr auf fast 0 (wir halten Fest, die Beschneidung verhindert die gesundheitlichen Risiken nicht, sondern verringern nur die Anzahl der Erkrankten\/Infizierten) setzen kann, ist die aufkl\u00e4rende Pr\u00e4vention weit aus effektiver, als das angeblich vorbeugende Beschneiden. Zu dem sind die gesundheitlichen Aspekte alle erst mit dem Beginn der sexuellen Aktivit\u00e4ten von Interesse und es gibt in meinen Augen kein Grund daf\u00fcr, dass man die M\u00e4nner nicht erst dann entscheiden l\u00e4sst, ob sie sich lieber Hygienisch verhalten und sinnvolle Schutzma\u00dfnahmen ergreifen oder ob Sie das etwas besser zu Ihrem Gunsten stehende Lotteriespiel nach einer Beschneidung spielen wollen. <i>(ich hoffe, der Leser erkennt die Ironie des letzten Satzes)<\/i><br \/>\nNat\u00fcrlich kann es auch einen \u00e4sthetischen oder kosmetischen Grund f\u00fcr eine Beschneidung geben. Da aber Sch\u00f6nheit und das \u00e4sthetische Empfinden etwas h\u00f6chst pers\u00f6nliches ist, ist es hier noch wichtiger, dass diese Entscheidung von dem Betroffenen frei und nach seinem rein pers\u00f6nlichen \u00e4sthetischen Empfinden getroffen wird oder sonstigen Gr\u00fcnden, die f\u00fcr Ihn ma\u00dfgeblich sind.<\/p>\n<p>Manchmal kommt bei als Begr\u00fcndung, das es sich ja &#8222;nur&#8220; um einen minimalen Eingriff handelt und dieser f\u00fcr die Babys angeblich weniger Schmerzlos sei. Diese Behauptung, das es &#8222;nur&#8220; ein minimaler Eingriff sei spricht ja erst recht daf\u00fcr, dass es geschieht, wenn der Betroffene dies bewusst selbst entscheiden kann. Ich habe mal miterlebt, wie ein Kleinkind (noch nicht in der Lage zu Sprechen) reagierte, das sich schwer die Hand an einer Herdplatte verbrannt hat. Das Schmerzempfinden, das ich in den n\u00e4chsten Wochen beobachten konnte widerspricht der These, das S\u00e4uglinge und Kleinkinder weniger Schmerzen empfinden. Blo\u00df weil es seinen Schmerzen keine Worte geben kann, bedeutet es nicht, das ein S\u00e4ugling nicht auch Schmerzen empfindet, besonders in einem Bereich, wo viele Nerven enden. Ich empfinde solche Behauptungen f\u00fcr eine Anma\u00dfung. Inzwischen wissen wir ja auch, das selbst Pflanzen auf bestimmte Reize reagieren. Auf Reize, die uns Schmerzen bereiten w\u00fcrden, wie z.B. Hitze (Feuer) reagieren Pflanzen oft heftig und gestresst.<\/p>\n<p>Alles in Allem fand ich bei meinen Recherchen keinen Grund, warum man mit einer Beschneidung nicht warten kann, bis die Person bewusst selbst dar\u00fcber entscheiden kann, ob oder ob es sich nicht Beschneiden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Einen Grund gibt es wohl, die f\u00fcr Beschneidungen oder Riten im Allgemeinen spricht. Das ist die Macht der Gemeinschaft \u00fcber das Individuum. Das dies wohl eines der Kernpunkte ist, mach die schnelle Stellungsnahme der &#8222;deutschen Bischofskonferenz&#8220; deutlich. Die R\u00f6misch-katholische Kirche ist als Religion nicht betroffen, f\u00fcrchtet aber wohl den Verlust von Einfluss auf Staat und Gesellschaft. Die hier heuchlerisch geforderte &#8222;Religionsfreiheit&#8220; ist in meinen Augen nur die Angst vor Machtverlust. So haben die beiden gro\u00dfen christlichen Kirchen in Deutschland noch eine Machtposition, die der gesellschaftlichen Entwicklung nicht gerecht wird. Deutlich wird diese Sonderstellung bei den noch weitgehenderen Missachtungen von Individualrechten als &#8222;Tendenzbetrieb&#8220;, die die Kirchen im Gegensatz zu anderen &#8222;Tendenzbetrieben&#8220; (z.B. Gewerkschaften oder Parteien) f\u00fcr sich ungestraft herausnehmen.<\/p>\n<p>Diese &#8222;Machtanspr\u00fcche&#8220; von Religionsgemeinschaften \u00fcber das Individuum sind (meiner Meinung nach) aber nicht mit dem Individualrecht des Grundgesetzes auf Religionsfreiheit gedeckt.<\/p>\n<p>Gegen Gehirnw\u00e4sche in den verschiedensten Formen und Intensit\u00e4ten kann man Kinder nicht oder nur unvollkommen sch\u00fctzen, aber wohl vor der k\u00f6rperlichen Unversehrtheit, damit die Religionsfreiheit auch wirklich gesichert ist.<br \/>\nVon daher ist das Urteil des Landgerichtes K\u00f6ln zu begr\u00fc\u00dfen und mit der Bewertung dass das Recht auf k\u00f6rperliche Unversehrtheit h\u00f6her als das Grundrecht auf Religionsfreiheit zu bewerten ist, hat das Gericht gerade das Individualrecht auf Religionsfreiheit gest\u00e4rkt.<br \/>\nDas die St\u00e4rkung des &#8222;Individualrecht&#8220; den &#8222;Gemeinschaften&#8220; nicht schmeckt, sollte bei den \u00dcberlegungen und Entscheidungen nicht ma\u00dfgeblich sein. In diesem Sinne sehe ich dies als ein notwendiges und richtiges Urteil.<\/p>\n<p><b><u>Anmerkung:<\/u><\/b><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich wollte ich den Titel <strong>&#8222;Ein Urteil des K\u00f6lner Landgericht und eine Horde aufgeregter <strong>Sekten<\/strong>funktion\u00e4re&#8220;<\/strong> nennen. Ich habe davon Abstand genommen, da ich bef\u00fcrchte, das viele den Unterschied von Sekte und dem was allgemein von den &#8222;Kirchen&#8220; (die streng genommen eben auch Sekten sind) und Staat als solches bezeichnet wird, wie auch die Abgrenzung zum Fundamentalismus nicht ziehen w\u00fcrden.<br \/>\nDies wurde mir deutlich, als ich im Netz mal wieder von &#8222;Antisemitisch&#8220; und &#8222;Nazi-Richtern&#8220; im zusammenhang zu dem Urteil lesen musste. Ebenso gehe ich auf solche Dinge nicht ein.<br \/>\nWohl aber verlinke ich auch auf Artikel\/Blogbeitr\u00e4ge, die ich pers\u00f6nlich nicht bef\u00fcrworte, aber f\u00fcr eine umfangreiches Meinungsbild und das Aufzeigen von Argumentationen (oder aus meiner Sicht den Versuch der Stimmungsmache) wichtig erachte. Dabei sind auch einige Artikel\/Blogbeitr\u00e4ge, auf die ich im Text kein Bezug genommen habe. Auch habe ich auf Erfahrungsberichte verzichtet, die mit Beschneidungen zusammen h\u00e4ngen (wie der Bericht einer Mutter, die sich von einem Arzt \u00fcbert\u00f6lpelt gef\u00fchlt hat und einer Beschneidung des S\u00e4uglings zugestimmt hatte und \u00fcber Ihren Eindruck der Qual des S\u00e4uglings berichtet). Diesen Humanen Aspekt habe ich bewusst heraus gelassen und nur mal Kurz im Bezug auf das angebliche geringere Schmerzempfinden von S\u00e4uglingen angeschnitten.<br \/>\nMir ging es einzig um die angeblichen religi\u00f6sen Einschnitte durch diese juristische Entscheidung, die ich wie bereits mehrfach geschrieben nicht sehe.<\/p>\n<p><u><b>Nachtrag:<\/b><\/u><br \/>\nDie internationale Betrachtung der Vorg\u00e4nge sind f\u00fcr mich auch interessant. Nach meiner Meinung decken auch internationale Vereinbarungen das Urteil von K\u00f6ln.<br \/>\nAuf der EU-Basis gibt es die &#8222;Charta der Grundrechte der europ\u00e4ischen Union&#8220;, die die Grundrechte innerhalb der EU regelt.<br \/>\nDort hei\u00dft es im Artikel 3:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Artikel 3<br \/>\nRecht auf Unversehrtheit<br \/>\n(1) Jeder Mensch hat das Recht auf k\u00f6rperliche und geistige Unversehrtheit.<br \/>\n(2) Im Rahmen der Medizin und der Biologie muss insbesondere Folgendes beachtet werden:<br \/>\na) die freie Einwilligung des Betroffenen nach vorheriger Aufkl\u00e4rung entsprechend den gesetzlich<br \/>\n   festgelegten Einzelheiten,<br \/>\n[&#8230;]<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/charter\/default_de.htm\">Charta der Grundrechte der europ\u00e4ischen Union<\/a>)<\/p>\n<p>Hier wird wieder eindeutig das Recht des Menschen auf Unversehrtheit best\u00e4tigt. Weiter hei\u00dft es in der Charta zur Religionsfreiheit:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Artikel 10<br \/>\nGedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit<br \/>\n(1)<br \/>\nJede Person hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Dieses Recht<br \/>\numfasst die Freiheit, die Religion oder Weltanschauung zu wechseln, und die Freiheit, seine Religion<br \/>\noder Weltanschauung einzeln oder gemeinsam mit anderen \u00f6ffentlich oder privat durch Gottesdienst,<br \/>\nUnterricht, Br\u00e4uche und Riten zu bekennen.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/charter\/default_de.htm\">Charta der Grundrechte der europ\u00e4ischen Union<\/a>)<\/p>\n<p>Hier wird noch deutlicher, als im deutschen Grundgesetz, dass die Religionsfreiheit hier explizit auf die Person und nicht auf eine Religionsgemeinschaft bezogen ist. Die Charta stellt auch klar, dass der Mensch die Freiheit hat &#8222;einzeln&#8220; oder &#8222;gemeinsam&#8220; auch die Br\u00e4uche und Riten auszu\u00fcben. Dies bedeutet aber, das eben jener Mensch auch in der Lage sein muss diese freie Entscheidung zu treffen. Dies ist bei Missachtung des Rechts auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, wie z.B. durch k\u00f6rperliche Besch\u00e4digung an Menschen, die Ihre Freiheit (noch) nicht aus\u00fcben k\u00f6nnen nicht mehr gegeben.<br \/>\n<em><u>Anmerkung:<\/u><br \/>\nDie Charta kann im Wortlaut an der unter den Zitaten angegebenen Link als PDF herunter geladen werden.<\/em><\/p>\n<p>Neben der EU-Charta ist international noch die UN-Menschenrechtscharta.<br \/>\nZur k\u00f6rperliche Unversehrtheit direkt wird in der Charta michts geschrieben, aber in Abwandlung kann man den Artikel 3 sehen:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Artikel 3<br \/>\nJeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ohchr.org\/EN\/UDHR\/Pages\/Language.aspx?LangID=ger\">United Nations &#8211; Universal Declaration of Human Rights<\/a>)<\/p>\n<p>Das Recht auf Freiheit  impliziert aber auch, das diese Freiheit dem &#8222;Menschen&#8220; nicht schon im Vorfeld genommen wird.<br \/>\nZum Thema Religionsfreiheit hei\u00dft es in der UN-Menschenrechtscharta:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Artikel 18<br \/>\nJeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schlie\u00dft die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, \u00f6ffentlich oder privat durch Lehre, Aus\u00fcbung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ohchr.org\/EN\/UDHR\/Pages\/Language.aspx?LangID=ger\">United Nations &#8211; Universal Declaration of Human Rights<\/a>)<\/p>\n<p>Dieser Artikel ist analog zum entsprechenden Artikel der EU-Charta zu sehen. Es wird hier auch wieder eindeutig das Individualrecht gesch\u00fctzt und nicht das Recht einer Gemeinschaft.<br \/>\nGerade da Israel als Volk sich auf den &#8222;V\u00f6lkerbund&#8220; von Abraham  mit Gott beziehen k\u00f6nnten haben die UN-Menschenrechtscharta als UN\/UNO Mitgliedsstaat anerkannt. Dies bedeutet, das Sie die Individualrechte der Menschen somit anerkannt haben.<br \/>\nVon daher sind f\u00fcr mich pers\u00f6nlich sachliche Gr\u00fcnde gegen das Urteil nicht verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Als Fazit sehe ich auch bei einer internationalen Betrachtung kein Grund, dass die Religionsgemeinschaften sich aus &#8222;religi\u00f6sen&#8220; Gr\u00fcnden gegen das Urteil emp\u00f6ren.<\/p>\n<p><b><u>Links:<\/u><\/b><\/p>\n<p>&#8211; Zentralrat der Juden: <a href=\"http:\/\/www.zentralratdjuden.de\/de\/article\/3705.html\">Zum Urteil des K\u00f6lner Landgerichts zur Beschneidung von Jungen<\/a><br \/>\n&#8211; C\u00e9dric Poyet: <a href=\"http:\/\/www.enfal.de\/hitan.htm\">&#8222;Die Beschneidung im Islam&#8220;, Referat gehalten von C\u00e9dric Poyet<\/a><br \/>\n&#8211; Focus: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ratgeber\/sexualitaet\/hiv-und-hpv-beschneidung-bremst-viren_aid_356823.html\">Beschneidung bremst Viren<\/a><br \/>\n&#8211; WHO: <a href=\"http:\/\/www.who.int\/hiv\/mediacentre\/news68\/en\/\">WHO and UNAIDS announce recommendations from expert consultation on male circumcision for HIV prevention<\/a><br \/>\n&#8211; Stern: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/gesundheit\/gesundheitsnews\/who-beschneidung-soll-vor-hiv-schuetzen-567973.html\">Beschneidung soll vor HIV sch\u00fctzen<\/a><\/p>\n<p>&#8211; Spiegel: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/religioes-motivierte-beschneidung-von-jungen-ist-laut-gericht-strafbar-a-841084.html\">Landgericht K\u00f6ln | Beschneidung aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden ist strafbar<\/a><br \/>\n&#8211; Welt Online: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/koeln\/article107270788\/Gericht-verurteilt-Beschneidung-als-Koerperverletzung.html\">Gericht verurteilt Beschneidung als K\u00f6rperverletzung<\/a><br \/>\n&#8211; Financial Times Deutschland: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:koerperverletzung-gericht-stellt-religioese-beschneidung-unter-strafe\/70054618.html\">Gericht stellt religi\u00f6se Beschneidung unter Strafe<\/a><br \/>\n&#8211; Legal Tribune: <a href=\"http:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/wegweisendes-urteil-religioese-beschneidungen-von-jungen-verboten\/\">Religi\u00f6se Beschneidungen von Jungen verboten<\/a><br \/>\n&#8211; Spiegel: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/islamische-religionsgemeinschaft-kritisiert-beschneidungsurteil-a-841234.html\">Muslime f\u00fchlen sich kriminalisiert<\/a><br \/>\n&#8211; Spiegel: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/bischofskonferenz-kritisiert-beschneidungsurteil-a-841280.html\">Bisch\u00f6fe kritisieren Urteil gegen Beschneidungen<\/a><br \/>\n&#8211; Spiegel: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/koelner-beschneidungsurteil-loest-debatte-aus-a-841550.html\">Westerwelle kritisiert Urteil gegen Beschneidungen<\/a><br \/>\n&#8211; haGalil: <a href=\"http:\/\/www.hagalil.com\/archiv\/2012\/06\/26\/koelner-urteil\/\">Das K\u00f6lner Urteil<\/a><br \/>\n&#8211; Chajms Sicht: <a href=\"http:\/\/www.sprachkasse.de\/blog\/2012\/06\/26\/klares-signal\/\">Klares Signal<\/a><br \/>\n&#8211; JudenTUN: <a href=\"http:\/\/www.judentun.de\/schon-gehort-juni-iii\/\">Schon geh\u00f6rt? Juni III<\/a> (erster Abschnitt)<br \/>\n&#8211; Skydaddy&#8217;s Blog: <a href=\"http:\/\/skydaddy.wordpress.com\/2009\/12\/27\/who-spricht-sich-gegen-beschneidung-von-sauglingen-und-kindern-aus\/\">WHO spricht sich gegen Beschneidung von S\u00e4uglingen und Kindern aus<\/a><\/p>\n<p><u><b>Artikel als eBook zum Download:<\/b><\/u><br \/>\n<a href='http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Urteil-LG-Koeln-Religionsfreiheit.epub'>Ein Urteil des K\u00f6lner Landgericht und eine Horde aufgeregter Religionsfunktion\u00e4re<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eins Vorne weg, es geht nicht um Religion und was dort Richtig und Falsch ist. Und dass hier die Beschneidung von M\u00e4dchen und Frauen nicht vorkommen, ist keine Ignoranz oder Bef\u00fcrwortung, sondern ist dem Urteil geschuldet, das sich auf eine &hellip; <a href=\"http:\/\/gehirnsturm.info\/?p=4414\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10,766,13,14],"tags":[1083,142,298,1084,1086,1085,1411,1082,566],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4414"}],"collection":[{"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4414"}],"version-history":[{"count":20,"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4414\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4465,"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4414\/revisions\/4465"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/gehirnsturm.info\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}