{"id":5342,"date":"2013-08-04T15:59:58","date_gmt":"2013-08-04T13:59:58","guid":{"rendered":"http:\/\/gehirnsturm.info\/?p=5342"},"modified":"2013-08-04T15:59:58","modified_gmt":"2013-08-04T13:59:58","slug":"cc-lizenz-und-das-buch-piraten-auf-falschem-kurs","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gehirnsturm.info\/?p=5342","title":{"rendered":"CC-Lizenz und das Buch &#8222;Piraten auf falschem Kurs&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Ex-Piraten den Beweis antreten wollen das ihre Ex-Partei unrecht haben, sollten sie sich aber schon bewusst sein wie sie dies durchf\u00fchren sollen.<\/p>\n<p>Jochen Mitschka alias &#8222;Jo Menschenfreund&#8220; hat als &#8222;ehemaliger Aktivist der Piratenpartei Deutschland&#8220; (lt. <a href=\"http:\/\/www.xinxii.com\/adocs.php?aid=34259\">&#8222;XinXii&#8220;<\/a>) ein Buch geschrieben. Der Titel: &#8222;Piraten auf falschem Kurs&#8220;.<\/p>\n<p>Das ist an sich noch nichts besonderes und h\u00f6rt sich bei einem &#8222;Ex-Parteimitglied&#8220; eher nach Sandkasten an. So richtig Sandkasten wird es aber nicht durch den Inhalt, sondern durch das Marketing (wenn man davon sprechen kann).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/PAFK-Titel.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/PAFK-Titel.png\" alt=\"PAFK-Titel\" width=\"300\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5343\" srcset=\"http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/PAFK-Titel.png 300w, http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/PAFK-Titel-211x300.png 211w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Buch selbst hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\"><u>Copyright \/ Verwertungsrechte:<\/u> Alle Rechte beim Autor <b>CC BY-NC-SA\u00b9<\/b> &#8211; Kontakt f\u00fcr kommerzielle Nutzung \u00fcber den Verlag oder jo.menschenfreund@googlemail.com<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\n\u00b9 <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/2.0\/de\/\"><u>http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc-sa\/2.0\/de\/<\/u><\/a><\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: Buch &#8222;Piraten auf falschem Kurs&#8220; Seite 1; Hervorhebung [Fettschrift] durch mich)<\/p>\n<p>Das Buch ist also in einer &#8222;CC-Lizenz&#8220; ver\u00f6ffentlicht. Genauer gesagt durch den zugeh\u00f6rigen Link als &#8222;CC BY-NC-SA&#8220; der Version 2.0 Deutschland. Noch genauer, man darf das Werk weitergeben und sogar ver\u00e4ndern (auch ein &#8222;neues Werk&#8220; daraus machen). Dies ganze darf nur nicht aus kommerziellen Zwecken geschehen und man muss den Namen des Urhebers\/Autors nennen (siehe auch den Link im Zitat).<\/p>\n<p>Da geht nun jemand, genauer gesagt ebenfalls ein &#8222;Ex-Pirat&#8220; hin und schreibt auf Twitter folgende Nachricht:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/buch-projekt.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/buch-projekt.jpg\" alt=\"buch-projekt\" width=\"513\" height=\"135\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5344\" srcset=\"http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/buch-projekt.jpg 513w, http:\/\/gehirnsturm.info\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/buch-projekt-300x78.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 513px) 100vw, 513px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da gibt jemand das Buch als PDF weiter, nat\u00fcrlich nicht ohne auf die Weitergabebedingungen (also die CC-Lizenz) und den Autor (Namensnennung, wie in der CC-Lizenz gefordert) hinzuweisen.<br \/>\nDies scheint aber dem Herrn Jochen Mitschka alias &#8222;Jo Menschenfreund&#8220; scheinbar nicht recht zu sein:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Das Buch \u201ePiraten auf falschem Kurs\u201c (1) sollte unter einer Creative Commons Lizenz ver\u00f6ffentlicht werden, damit solche Leser, die lieber ein gedrucktes Buch lesen, sich das E-Book ohne Probleme bei einem Book on Demand-Anbieter ausdrucken konnten.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nEin weiterer Grund f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung unter einer Creative Commons Lizenz war der Wunsch zu pr\u00fcfen, inwieweit solche Ver\u00f6ffentlichungen kannibalisiert w\u00fcrden durch Downloadangebote von Protagonisten, die sich f\u00fcr eben jene Kostenloskultur einsetzten.<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nDas Buch geht nun offiziell am 1.8. in den Buchhandel, wurde aber von jenen Kostenloskultur-Vertretern bereits am 29.07. zum Download bereitgestellt. <b>Das war zwar legal, aber damit wurde die These der professionellen Verwerter von Texten best\u00e4tigt, dass die angeblich gesellschaftlich so wichtige Freiheit, Texte privat kopieren zu d\u00fcrfen, im Internetzeitalter missbraucht wird. Die Verleger k\u00f6nnen jetzt nachweisen, dass Creative Commons dazu f\u00fchren w\u00fcrde, dass Urheber und Verwerter keine Chance mehr h\u00e4tten einen angemessenen Erl\u00f6s zu erzielen.<\/b><br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nDamit haben gerade jene dem Gedanken der Creative Commons Lizenz erheblich geschadet, die behaupteten, sich f\u00fcr sie einsetzen zu wollen. Aber so wie keines der drei ehemaligen Vorstandsmitglieder der Piratenpartei bereit gewesen war, aus Angst vor pers\u00f6nlichen Einbu\u00dfen, sein Buch unter einer Creative Commons Lizenz zu ver\u00f6ffentlichen, und damit dem Gedanken dieser Bewegung enorm schadeten, so hat nun wieder ausgerechnet eine Person aus dem Umfeld der Piraten Munition f\u00fcr die angebliche \u201eContent-Mafia\u201c geliefert. <\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/jomenschenfreund.blogspot.de\/2013\/07\/piraten-gegen-creative-commons.html\">Jo Menschenfreund &#8211; Piraten gegen Creative Commons?<\/a>; Hervorhebung von mir)<\/p>\n<p>Nun, er gibt ein Buch unter einer freien Lizenz heraus und beschwert sich nun, das man diese auch nutzt. Ich gebe zu das mir hier der Verstand einen streich spielt. Ich verstehe das einfach nicht. Vor allem wenn ich die angebliche Begr\u00fcndung dazu lese. Das Buch ist mit einer &#8222;Creative Commons Lizenz ver\u00f6ffentlicht werden, damit solche Leser, die lieber ein gedrucktes Buch lesen, sich das E-Book ohne Probleme bei einem Book on Demand-Anbieter ausdrucken konnten&#8220;? Upps, da hat wohl jemand das Prinzip &#8222;Creative Commons Lizenz&#8220; und vor allem seine vielen Abstufungen nicht begriffen. Daneben hat wohl einer das Prinzip des &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Book-on-Demand\">Book on Demand<\/a>&#8220; ebenso wenig erfasst. Habe ich rein theoretisch eine PDF oder ein eBook erworben kann ich dieses nat\u00fcrlich ausdrucken und binden lassen. Das ist aber nicht &#8222;Book on Demand&#8220;, sondern ein ganz einfacher Ausdruck und Bindeauftrag, den ich bei jedem Kopier-Shop machen lassen kann. Oder wie ich es zum Teil mache, wenn ich ein Digitaldokument auf Papier brauche, ausdrucken und mit meiner Drahltbindemaschine als Heft zusammenf\u00fcgen. Dazu gibt es nur eine Voraussetzung. N\u00e4mlich das diese Dateien nicht durch entsprechende Ma\u00dfnahmen unterbunden wird (wie z.B. das DRM bei eBooks und PDFs). Book on Demand ist eine M\u00f6glichkeit ein Buch nur nach Bedarf zu produzieren und zwar durch den Autor, bzw. seinen Lizenznehmer (wie z.B. einem Verlag) und nicht durch einem Besitzer einer PDK oder einem eBook.<br \/>\nDas nun der Ex-Pirat Stephan Urbach das Buch sozusagen mit dem Link &#8222;weitergibt&#8220; ist legal, wie es selbst &#8222;Jo Menschenfreund&#8220; best\u00e4tigen musste. Was er aber daraus schlie\u00dft, ist mir ein R\u00e4tsel:<br \/>\n<i>&#8222;damit wurde die These der professionellen Verwerter von Texten best\u00e4tigt, dass die angeblich gesellschaftlich so wichtige Freiheit, Texte privat kopieren zu d\u00fcrfen, im Internetzeitalter missbraucht wird. Die Verleger k\u00f6nnen jetzt nachweisen, dass Creative Commons dazu f\u00fchren w\u00fcrde, dass Urheber und Verwerter keine Chance mehr h\u00e4tten einen angemessenen Erl\u00f6s zu erzielen.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>Also ich muss sagen, das ich selten solch einen Bl\u00f6dsinn gelesen habe. Weil jemand genau das macht, was er darf beweist er damit, dass die Verwerter nun einen Beweis gegen das &#8222;Creative Commons&#8220; haben? Das beweist weder etwas f\u00fcr, noch gegen das &#8222;Creative Commons&#8220;. Es Beweist nur, das der Autor dieses Buches scheinbar zu bl\u00f6d ist, sein Werk unter den Bedingungen zu ver\u00f6ffentlichen, zu dem er dieses scheinbar angeblich ver\u00f6ffentlichen wollte. Nun f\u00fcr die eigene Dummheit sollte man Andere nicht verantwortlich machen.<br \/>\nIch stehe dem Urheberrechtspl\u00e4nen der Piraten auch kritisch, ja ablehnend gegen\u00fcber. Ich habe &#8222;Werke&#8220; (=Urheberschaft), die ich weiterhin absolut gegen\u00fcber Dritte gesch\u00fctzt haben m\u00f6chte und ich werde auch mit allen rechtlichen Mitteln einer Missachtung meiner Urheberrechte entgegentreten. Auf der anderen Seite habe ich auch Werke, die ich allen zu Verf\u00fcgung stelle. Ob sie es annehmen ist Ihre Sache.<\/p>\n<p>In dem Fall dieses Buches, mit dem der Autor scheinbar einen &#8222;angemessenen Erl\u00f6s&#8220; erzielen will, w\u00e4re eine normales Copyright durchaus angemessen gewesen. So w\u00e4re die &#8222;Weitergabe&#8220; von Kopien, wie jetzt legal geschehen nicht mehr m\u00f6glich gewesen. Verkauft man dann noch eine Originaldatei ohne DRM-Schutz steht auch dem Inhaber der Datei auch ein Ausdruck nichts im Wege. Statt unter &#8222;Copyright \/ Verwertungsrechte&#8220; eine CC-Lizenz zu vergeben w\u00e4re eine eindeutige Erlaubnis f\u00fcr einen Ausdruck dort weit aus ehrlicher und vor allem eindeutiger gewesen.<br \/>\nEbenso w\u00e4re ein entsprechende individuelle Zuordnung durchaus auch m\u00f6glich gewesen, mit dem der Druck eines Buches (bei Wunsch, wie der Autor ja betont) \u00fcber einen &#8222;Book on Demand&#8220; Anbieter m\u00f6glich w\u00e4re. Was aber bl\u00f6dsinnig ist, da andersherum eher ein Schuh daraus wird.<br \/>\nIch habe bereits einige eBooks ohne DRM-Schutz gekauft (wie z.B. die Handb\u00fccher f\u00fcr die Freeware &#8222;Calibre&#8220;) und das Gesch\u00e4ftsmodell scheint ja doch auf zu gehen. Auch habe ich einige B\u00fccher (meist Fachb\u00fccher), wo man Zusatzmaterial (z.B. statt der fr\u00fcher beigelegten CD oder \u00dcbungen bei Software-B\u00fcchern), bzw. das Buch selbst nochmals als eBook\/PDF \u00fcber eine Webseite mit einem individuellen Code herunter laden kann. Auch diese sind bisher immer ohne DRM-Schutz gewesen. So scheint sich die Publikationsindustrie durchaus schon mit diesem Thema arrangiert zu haben.<br \/>\nNur der Autor Jo Menschenfreund scheint dies nicht akzeptieren zu wollen und konstruiert hier krampfhaft eine &#8222;Beweiskette&#8220; die nichts mit der realit\u00e4t zu tun hat.<br \/>\nEr sollte bei seinem n\u00e4chsten Buch keine CC-Lizenz verwenden, sondern das Buch ganz normal als digitales Werk und in Buchform anbieten. Wer das Buch kauft, dem kann er ja dann die M\u00f6glichkeit geben, das Buch als digitales Dokument nochmals in seinen Besitz zu bringen.<br \/>\nGeht dann jemand aus dem &#8222;Umfeld der Piraten&#8220; hin und stellt das Buch (dann wiederum illegal) zum Download bereit, dann w\u00fcrde auch ein Artikel dar\u00fcber von mir anders ausfallen.<\/p>\n<p>Was mich dabei auch noch belustigt ist der Verlag, der dem Autor seine ISBN-Nummern f\u00fcr die Publikationen zu Verf\u00fcgung stellt. Laut der ersten Seite (dort wo schon das &#8222;Copyright \/ Verwertungsrechte&#8220; steht) schreibt dieser:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Die ISBN wurde vom th\u00fcringischen Verlag derneuemorgen2 zur Verf\u00fcgung gestellt. Der Verleger Holger Elias erkl\u00e4rte: <b>&#8222;Als junger Verlag sind wir darauf angewiesen Gewinne zu generieren. Aber der Verlag entstand aus einer langen Tradition und Wurzeln in solidarischem Publizieren. Aus diesem Grund sind wir bereit, in einem Experiment Sie als Autor dieses Buches mit unserer ISBN zu unterst\u00fctzen. Wir beobachten mit Interesse das Ergebnis der Ver\u00f6ffentlichung eines E-Books unter Creative Commons Lizenz, mit DRM-freien Dateien und seine Folgen.\u201c<\/b><\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: Buch &#8222;Piraten auf falschem Kurs&#8220; Seite 1; Hervorhebung [Fettschrift] durch mich)<\/p>\n<p>Der Verlag sieht hier also ein &#8222;Experiment&#8220; und der Verleger beobachtet das &#8222;Ergebnis der Ver\u00f6ffentlichung eines E-Books unter Creative Commons Lizenz, mit DRM-freien Dateien und seine Folgen.&#8220;? Da hat sich ebenfalls ganz offensichtlich jemand verrannt. Es handelt sich bei der &#8222;Ver\u00f6ffentlichung&#8220; nicht um eine &#8222;DRM-&#8222;-freie Datei, sondern um eine Datei mit einer CC-Lizenz und zwar einer, die eine kostenlose Weitergabe ausdr\u00fccklich vorsieht. Wer hier ein Ergebnis heraus beobachten will, der ist aus meiner Sicht nur zu bedauern. Aber dies ist wohl auch das Verst\u00e4ndnis eines Verlages im Blick auf &#8222;Tradition und Wurzeln in solidarischem Publizieren&#8220;, dessen Publikationen, die mir als erstes aufgefallen sind unter Anderem aus H\u00f6rb\u00fcchern von &#8222;gemeinfreien Werken&#8220; (Weil die Autoren seit \u00fcber 70 Jahren Tot sind) bestehen. Mir vielen als erstes die H\u00f6rb\u00fccher &#8222;M\u00fchsam: Die Psychologie der Erbtante&#8220; und &#8222;Franz Kafka: Elf S\u00f6hne&#8220; auf, beides Autoren deren Werke inzwischen &#8222;gemeinfrei&#8220; sind, also keinen Urheberschutz (M\u00fchsam seit 1934 und Kafka seit 1924 tot) mehr genie\u00dfen.<br \/>\nIn dem Zusammenhang ist es durchaus zynisch, wenn man unter der Rubrik &#8222;Leseangebot&#8220; folgendes liest:<\/p>\n<blockquote><p><font color=\"#ff00ff\">Sehr geehrte Kulturveranstalter,<br \/>\nunsere Autoren stehen Ihnen selbstverst\u00e4ndlich sehr gern bundesweit zu Lesungen oder Gespr\u00e4chsrunden zur Verf\u00fcgung.<\/font><\/p><\/blockquote>\n<p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.der-neue-morgen.de\/?page_id=223\">derneuemorgen &#8211; Leseangebot<\/a>)<\/p>\n<p>Das mag sich nun l\u00e4cherlich anh\u00f6ren, aber wenn ein Verlag unter &#8222;Autoren&#8220; 49 (stand 4.8.2013) selbige auflistet (unter denen weder M\u00fchsam, Kafka, noch &#8222;Jo Menschenfreund&#8220; zu finden sind) und von selbigen sind ca. 38 Autoren (das z\u00e4hlen war m\u00fchsam und einen Fehler kann ich nicht ausschlie\u00dfen) bereits \u00fcber 70 Jahre tot, dann frage ich mich, welche Ambitionen eine Verlag mit solch einem &#8222;Experiment&#8220; wirklich hat, wenn dieser scheinbar davon lebt, das sich die Menschen bei ihnen vor allem gemeinfreie Werke kaufen? F\u00fcr diesen ist es nat\u00fcrlich eine &#8222;\u00dcberlebensfrage&#8220;, ob man sich z.B. von Rainer Maria Rilke das Werk &#8222;Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge&#8220; von ihnen kauft oder sich beim &#8222;<a href=\"http:\/\/www.gutenberg.org\/wiki\/Main_Page\">Project Gutenberg<\/a>&#8220; legal und umsonst in verschiedensten Dateiformaten herunterl\u00e4dt (siehe hier: <a href=\"http:\/\/www.gutenberg.org\/ebooks\/2188\">Project Gutenberg &#8211; &#8222;Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge by Rainer Maria Rilke&#8220;<\/a>). Da kann man nat\u00fcrlich mit solch einem verf\u00e4lschten &#8222;Experiment&#8220; gegen die &#8222;Kostenlosmentalit\u00e4t&#8220; und der CC-Lizenz im besonderen wettern. <\/p>\n<p><b><u>Anmerkung:<\/u><\/b><br \/>\nUm nicht falsch verstanden zu werden. Ich halte sehr viel von den CC-Lizenzen und glaube auch, das viele Piratenanh\u00e4nger diese nicht verstehen. Ich halte aber auch sehr viel von den Rechten der Urheber. Von daher halte ich auch nichts von den Enteignungsversuchen (auch wenn man diesen einen anderen Namen gibt) wie er von vielen Piraten angestrebt wird.<br \/>\nAber noch weniger halte ich von davon, wenn man eine gute Sache, wie die CC-Lizenz missbrauchen will, wie es hier meiner Meinung nach geschehen ist.<\/p>\n<p><u>Zum Buch &#8222;Piraten auf falschem Kurs&#8220;:<\/u><br \/>\nIch habe mir dieses Buch &#8222;legal&#8220; unter obig im Twitter dargestellten Link heruntergeladen. Dabei ging es mir vor allem um die rechtliche Stellung des Werkes. Nachdem ich mir die &#8222;Seite 1&#8220; mit Impressum und den verschiedensten Anmerkungen (wie &#8222;Copyright \/ Verwertungsrechte&#8220; oder dem Kommentar des Verlegers) gesichert habe, sowie den Titel als Bild f\u00fcr diesen Text entnommen habe, hab ich die PDF wieder gel\u00f6scht. Mir ging es hier nicht um den Inhalt und den Sandkastenspielchen zwischen den Piraten und Ex-Piraten. Deswegen habe ich auch keinen direkten Link zu dieser PDF gesetzt. Wer meint das Buch zu ben\u00f6tigen kann gerne selber danach suchen oder es einfach erwerben. Mich interessieren diese Streitereien nicht besonders.<br \/>\nHier ging es mir nur um diese falsche Darstellung von Urheberrechten und Lizenzen, im besonderen der CC-Lizenz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Ex-Piraten den Beweis antreten wollen das ihre Ex-Partei unrecht haben, sollten sie sich aber schon bewusst sein wie sie dies durchf\u00fchren sollen. 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