Dietmar Schulz (Piraten NRW) und die Sache mit dem jüdischen Friedhof und dem Staat Israel

Eigentlich habe ich gehofft mal eine Zeit lang nichts mehr über die Piraten, bzw. einzelner Mitglieder schreiben zu müssen. Auch lasse ich mir ja mit den Themen meist etwas Zeit. ich brauche nicht der Erste zu sein!
Nun vor einer Woche dies hier:

Dietmar Schulz „Twittert“ am „Volkstrauertag“ diesen Text.
Aber zum Inhalt später.
Am „Volkstrauertag“ wird seit den 50er Jahren in Deutschland den Kriegstoten und Opfern von Gewaltherrschaften aller Nationen gedacht.
Dies ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Aus der Geschichte heraus ist der „Volkstrauertag“ als Gedenktag der Gefallenen deutschen Soldaten entstanden. Nach dem 1. Weltkrieg ist dieser „Gedenktag“ vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge vorgeschlagen worden und wurde von diesem jährlich begangen. Als „Volkstrauertag“ wurde er erstmalig 1926 begangen. Die Nazis haben den Volkstrauertag dann zur Heldenverehrung missbraucht. Nach dem 2. Weltkrieg wurde dann erstmalig 1952 wieder der „Volkstrauertag“ offiziell begangen. Da man schlecht nach zweimaligen eigenen Angriffskrieg an so einem Tag „nur“ der gefallenen deutschen Soldaten gedenken kann (also sozusagen eine Art „Täterverehrung“), wurde den ganzen eine globalere Begründung vorgeschoben, eben dem Gedenken der aller „Kriegstoten“ und Opfer von Gewaltherrschaften.
Geblieben ist, das unter dem Deckmäntelchen des Volkstrauertag der heutige „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ die „Täterverehrung“ weiter zelebriert. Dieser Verein ist es,d er jedes Jahr im Bundestag die offizielle zentrale Gedenkstunde zum „Volkstrauertag“ im Bundestag veranstaltet.
So ist für den Verein der „Jude“ (was immer das heißen soll) nicht als Opfer von einer Gewaltherrschaft interessant, sondern „nur“ als „Deutsche jüdische Soldaten“. In der Veröffentlichung des Volkstrauertages 2011 auf der Seite des „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ kein Wort über die Opfer durch die Gewaltherrschaft im 3. Reich. Kein Wort über die vielen Opfer der Nazis (nicht nur deutsche -bzw. z.B. polnishce in den besetzten Gebieten- jüdischen Glaubens) nur über die gefallenen Soldaten.

In dem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob der Volkstrauertag in seiner Geschichte, vor allem in seiner Geschichte nach dem 2. Weltkrieg nicht schon Menschenverachtend und antisemitisch ist.

Da ist eine Trauerfeier auf eine Friedhof, in dem Fall ein jüdischer schon ein klares Zeichen gegen diese Kriegssoldaten-Gedenken an sich. Und da kommt dieser Twitter-Text von Dietmar Schulz schon anders herüber.

Grotesk: Gedenken der Opfer von Gewaltherrschaft und Krieg auf jüdischem Friedhof […]

(Quelle: Twitter von Dietmar Schulz)

Ja es ist durchaus Grotesk auf einen jüdischen Friedhof der Opfer der Gewaltherrschaft und Krieg auf der ganzen Welt zu gedenken. Ebenso „Grotesk“ ist es an einem „Volkstrauertag“ an alle Opfer der ganzen Welt durch Gewaltherrschaft zu gedenken. Vor allem, wenn man sich den geschichtlichen Hintergrund des „Volkstrauertag“ vor Augen hält.
Aber man muss sich nun mal entscheiden, wo und wie man allen gedenkt. So ist eine Setzung eines jährlichen Schwerpunktes und vor allem eines Gegenpols des „Völkerbundes“ nicht die schlechteste Lösung. Da stellt sich dann die Frage, wie es die anderen Jahre war und ob bei den Gedenkfeiern auch der Menschen mit fehlender Lobby gedacht wird (wie z.B. die zahlreichen Opfer unter Sinti und Romas in der deutschen Gewaltherrschaft. Oder auch die der „Kommunisten“ und „Anarchisten“ im 3. Reich, usw. usw.). Dies sind alles berechtigte Fragen.
Nun heißt es aber im 2. Teil von Schulz Twittertext wie folgt:

während Israel bombt was das Zeug hält

(Quelle: Twitter von Dietmar Schulz)

Dazu ist zu sagen, dass es kritikwürdig ist, das eine Gruppierung auf eine andere mit Waffen losgeht, egal welcher Nation diese angehören. Und es ist ebenso kritikwürdig was Israel macht, wie auch die Aktivitäten der Hamas. Beiden spreche ich persönlich das Recht ab, einfach Bomben auf Menschen der vermeindlich anderen Seite zu werfen! Ich spreche beiden Seiten ebenso das Recht ab Menschen nur wegen ihrer religiösen Einstellung, Ihrer Herkunft oder als sonstigen Gründen politisch, wie menschlich zu unterdrücken.
Und ich spreche Herrn Schulz das recht ab, zwei zeitlich, geschichtlich und räumlich getrennt von einander unabhängige Vorgängen miteinander zu verknüpfen. Und genau dies hat er gemacht. Er setzt eine Gedenkfeier auf einem deutschen Friedhof mit Deutschen einer bestimmten Glaubensrichtung mit den Taten einer Nation im Nahem Osten in Verbindung. Dies ist nicht zu akzeptieren und für einen Juristen erst recht nicht. Ob dies Antisemitisch ist, mag ich nicht zu sagen. Faschistisch ist dies in meinen Augen auf jeden Fall.
Dazu passen auch etliche Kommentare zu den Meldungen über diesen Twittertext:

Nun ja, ein wenig schwierig ist das schon.
Bezeichnet sich doch Israel selbst als „der Staat der Juden“.

(Kommentar zum Artikel bei der TAZ: Messer, Gabel, Schere, Twitter)

Der Staat Israel ist nun einmal nach der Erfahrung der Schoah gegruendet worden. Aus historischer Sicht kann die Staatsgruendung Israels in diesem Sinne nicht mit der Gruendung anderer Staaten verglichen werden. Aus meiner Sicht kann der Autor sehr wohl zwischen dem juedischen Volk und dem Staat Israel unterscheiden. Seine Aussage sollte deshalb nicht als Antisemitismus interpretiert werden, sondern als ein Hinweis auf die geschichtliche Bedeutung und der damit verbundenen Verantwortung Israels.
[…]
Vom Staat Israel koennte man erwarten, dass er aufgrund der historischen Erfahrung der Verfolgung des juedischen Volkes, keine Gebiete ausserhalb seines Staatsgebiets besetzt haelt und keine militaerischen Uebergriffe gegenueber der Zivilbevoelkerung ausuebt.

(Kommentar zum Artikel bei der TAZ: Messer, Gabel, Schere, Twitter)

[…]
Israel kann man durchaus auch als Konsequenz aus dem Massenmord an den Juden begreifen; zwar besteht, anders als zwischen den damaligen Tätern und dem Staat Deutschland, keine völkerrechtliche Beziehung zwischen den damaligen Opfern und dem Staat Israel, aber es besteht ein Beziehung im Diskurs und auch im Selbstverständnis. Und so wie wir heute lebenden Deutschen eine besondere Verantwortung haben aufgrund der Schandtaten unserer Vorfahren gegenüber den Juden, so haben auch die heute lebenden Israelis eine besondere Verantwortung aufgrund des Greuels, das ihren Vorfahren angetan worden ist.
[…]

(Kommentar -auszug- zum Artikel bei Ruhrbarone.de: NRW: Twitter, Pirat Schulz, Israel und ein jüdischer Friedhof)

Die drei Beispiele mal einfach herausgepickt. Hier wird deutlich, das es scheinbar für viele schwer ist, zwischen Glaubensbekenntnisse und der Nationalität zu unterscheiden. Ich möchte nicht wissen, wie viele der Kommentatoren sich über die fehlende Trennung von Staat und Religion im Zusammenhang mit der Beschneidungsdebatte aufgeregt haben. Ich ahbe mich darüber jedenfalls aufgeregt. Aber das hat nichts mit den „Juden“ oder „Israel“ auf der einen Seite oder dem „Islam“ und „islamreligiös geführten Staaten“ auf der anderen Seite zu tun.
Noch schlimmer ist der Quatsch mit der „historischen Verantwortung“. Die ersten Wellen der Völkerzuwanderung waren um 1880 bis 1882. Eine weitere größere Welle der Zuwanderung geschah kurz vor dem 1. Weltkrieges und kurz danach. Die letzte größere Zuwanderung kurz vor Ernennung des Israelischen Staates war dann mit dem Eindruck der Gräueltaten des 3. Reichs. Bereits 1922 war das Gebiet sozusagen „jüdisch“. Großbritannien erhielt in diesem Jahr das „Gebietsmandat“ auf Grund einer Konferenz im Jahr 1920 mit dem Ziel „Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“, ein Ziel, das bereits am 2. November 1917 in der „Balfour-Deklaration“ fest gelegt worden war. Wie man also sehen kann, ist der Staat Israel nicht das Produkt des 2. Weltkrieges, sondern das Produkt einer jahrzehntelangen Entwicklung, die dann 1947 (bzw. 1948 als parlamentarische Republik) in der Staatsgründung des heutigen Staates „Israel“ endete.

Es wäre so, als ob man die Deutschen für die Gräueltaten der deutschstämmigen Amerikaner an die Ureinwohner (Indianer) und Sklaven (Schwarze) verantwortlich machen würde, bzw. die Deutschen, die nach Amerika (oft lange vor dem 3. Reich) ausgewandert sind für die Gräueltaten in Deutschland haftbar macht. Oder wenn ich „Munich, North Dakota“ für die (Gräuel-) Taten von Strauss und Konsorten verantwortlich mache.

Nun hat Dietmar Schulz die „Irritationen“ in einem „persönlichen Blogeintrag“ bei dem Piratenportal NRW (Vorstand) eingestellt, in dem er die „Irritationen“ erklärt. Da heißt es unter anderem neben vielen anderen Erklärungen:

Dass dies und insbesondere die verkürzte Darstellung eingedenk der Wortwahl in einem Tweet auf Twitter Anlass zu Fehlinterpretationen geben konnte,

(„persönlicher Blogeintrag beim Vorstandsportal der Piraten: Erklärung zu einem Tweet mit Irritationsfolgen)

Nun, als Jurist sollte er wissen, dass man manchmal besser auf eine Äußerung verzichtet, wenn man diese nicht in der vorgegebenen Formatierung (z.B: ein „Tweet“) „irritierungsfrei“ vermitteln kann. Mit blick auf den Rest den er zu diesem Thema geschrieben hat, passt dieser Kommentar dort am besten:

Hätte es nicht einfach mal ein “Hey ich habs verkackt.” sein können?

Jetzt sind alle anderen Schuld, die dich so missverstanden haben. Wenn man Dinge nicht in 140 Zeichen unterbringen kann, was bei vielen Dingen der Fall ist, sollte man vielleicht ein anderes Medium wählen.

Ich möchte es mit einem Tweet von Klaus Peukert sagen: “Irgendwann. Irgendwann wird ein Pirat sagen “OK, das war Scheiße, tut mir leid” ohne gleichzeitig “Vorwürfe von sich zu weisen”. Irgendwann.”

(Kommentar zum „persönlicher Blogeintrag beim Vorstandsportal der Piraten: Erklärung zu einem Tweet mit Irritationsfolgen)

Besonders der zweite Teil (das Zitat von Klaus Peukert) gefällt mir dabei.
Ich glaube persönlich nämlich nicht an einer Irritation, sondern an eine nachträgliche Schadensbegrenzung. Der „Tweet“ ist meiner Meinung nach eindeutig (wie ich es oben versucht habe, meine Sicht darzustellen).
Ebenso wie ich die „Erklärung“ des Landesvorstand der Piratenpartei NRW, bei einem guten Anfang durch den (schon als „pawlowschen“ Reflex zu bezeichnenden) „aber“-Abschnitt nur noch als „Schadensbegrenzung“ sehen kann.

Grotesk ist eher der Tweet zu nennen

Am 18.11.2012 um 13:41 Uhr äußerte sich Dietmar Schulz auf Twitter wie folgt: „Grotesk: Gedenken der Opfer von Gewaltherrschaft und Krieg auf jüdischem Friedhof während Israel bombt was das Zeug hält #volkstrauertag“ [1]

Der Landesvorstand der Piraten NRW ist enttäuscht von diesem unreflektierten Verhalten. Dietmar Schulz hat in diesem Tweet unzulässig und unnötig ein historisches und aktuelle politische Ereignisse völlig unterschiedlicher Dimensionen vermengt. Wir hoffen, dass er sich lediglich missverständlich geäußert hat. Eine Entschuldigung und Korrektur ist an dieser Stelle nicht nur angebracht, sondern dringend notwendig.

Jedoch einem pawlowschen Hund gleich der Piratenpartei bzw. dessen Mitgliedern sofort wieder antisemitisches Verhalten vorzuwerfen, ist genauso unreflektiert. Die Piraten haben sich in ihrem Parteiprogramm eindeutig gegen Rassismus, kulturell begründete Diskriminierung, Antisemitismus und Islamhass positioniert. [2]

Der Landesvorstand der Piraten NRW

(Quelle: Piratenpartei NRW – Grotesk ist eher der Tweet zu nennen)

Wie war das noch mal in dem weiter oben zitierten Kommentar?
Ach ja, dort wurde folgendes Zitiert:
“Irgendwann. Irgendwann wird ein Pirat sagen “OK, das war Scheiße, tut mir leid” ohne gleichzeitig “Vorwürfe von sich zu weisen”. Irgendwann.”

bei der Erklärung des Landesvorstandes der NRW-Piraten ist es wie mit dem „Tweed“ von Schulz. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Das Schulz einen solchen „Tweet“ geschrieben hat ist „Grotesk“ und faschistisch (im Sinne von Sippenhaft). Das irgendwelche Leute daraufhin angeblich die gesamte Partei als Antisemitisch bezeichnen sollen ist ebenso „Grotesk“ und faschistisch (im Sinne von Sippenhaft). Aber das der Vorstand es nicht schafft die verschiedenen Ebenen auseinander zu halten, wirft kein freundliches Licht auf den „Vorstand“ der Piratenpartei NRW.
Und für die Wählbarkeit einer Partei zählt nun mal nicht die Basis, sondern die Funktionäre, die für die Partei Ämter übernehmen, auf denen ich als jemand der sie (gut in NRW nicht mehr) evtl. mit rein gewählt habe keinen Einfluss mehr habe. Wenn ich mir da die verschiedensten Amtsträger in den verschiedenen Parlamenten und Vorständen ansehe, ist es so, dass die negativ auffallenden Personen (als Individuen) von mir nicht mehr als mit zu tolerierende „kleine Übel“ angesehen werden kann. Andere mögen dies anders sehen, das ist Ihnen unbenommen, wie ich auch Freunde und Bekannte habe, die der Piratenbasis zuzuordnen sind (Parteimitglieder), ja sogar ein paar Funktionäre, darunter sogar aus einem Landesvorstand (nein, nicht NRW).

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6 Antworten auf Dietmar Schulz (Piraten NRW) und die Sache mit dem jüdischen Friedhof und dem Staat Israel

  1. Gaston sagt:

    Eigentlich hätte ich es mir denken können und nur ein wenig suchen, dann hätte ich mir dieses Absatz in meiner Kommentarerwiederung sparen können:

    Ich hatte ja auch überlegt, die Freischaltung zu unterlassen, nur um zu sehen, wann Sie an anderer Stelle sich darüber auslassen und womöglich noch laut ZENSUR (oder was weiß ich was) brüllen.

    Hier wurde ein ellenlanger Kommentar mit einem ellenlangen Zitat eines Kommentars, der wiederum aus einem ellenlangen Zitat eines anderen Kommentars bestand am 25.11.2012 um 22:28 abgesendet.
    Noch in der selben Nacht musste ein Kommentar zu diesem Kommentar an anderer Stelle von dem Kommentator eingestellt werden:
    https://blog.piratenpartei-nrw.de/fraktion/2012/11/19/statement-6/#comment-798 (25. November 2012 um 23:51)
    und
    https://blog.piratenpartei-nrw.de/fraktion/2012/11/19/statement-6/#comment-799 (26. November 2012 um 00:09)

    Allgemein wird so etwas „Crossposts“ oder „Multiposts“ genannt.

    Es scheint so, dass man seine Verurteilungen, die man als Tatsache darstellt durch Quantität als „Wahrheit“ verbreiten will. Ich bleibe da doch lieber dabei „nur“ meine persönliche Meinung zu äußern. 😉

  2. Gaston sagt:

    @Lusru

    Unterlassen Sie zukünftig Ihren Kommentarspam!!

    Wer in seinen Kommentaren alle Kritiker als „Antideutsche“ hinstellt und im gleichen Atemzug Schulz ebenso plump als „aufrechten Menschen und Antifaschisten“ (aus den nun nächsten 2 Spam-Kommentaren) bezeichnet, der soll seine Agitationen machen wo er will, aber nicht auf meinem Blog!

    Und wenn ich hier, wie von Ihnen behauptet „diffamiere“ (Wie ebenfalls in den nicht veröffentlichten Kommentaren behauptet) steht Ihnen (oder auch Herrn Schulz) der Rechtsweg offen!

    Und Tschüss!

  3. Gaston sagt:

    Hier noch ein Witz:

    Drei Juden gehen durch Frankfurt. Sie haben kein Geld mehr und seit drei Tagen nichts mehr gegessen. Da kommen sie an einer katholischen Kirche vorbei und sehen ein Schild auf dem steht:
    „Jeder, der zum katholischen christlichen Glauben konvertiert bekommt 100 Euro“
    Da sind sich die drei Juden direkt einig und sehen darin die Lösung ihrer momentanen misslichen Lage. Einer von Ihnen muss sich Taufen lassen und dann haben sie erst mal genug Geld um sich richtig satt zu essen. Das Los entscheidet und den es getroffen hat geht in die Kirche.
    Als er nach gut einer Stunde wieder heraus kommt drängen Ihn die beiden Anderen und Fragen „nun, hast Du die 100 Euro?“
    Der Dritte stellt sich vor die Beiden hin und sagt:
    „Das ist immer das gleiche mit Euch Juden. Ihr denkt immer nur an Geld“

    Ich habe diesen Witz bewusst nicht mit einem anderen Text verbunden. Er fiel mir ein, als ich hier (auch in dem nicht veröffentlichten Kommentar) von „Lusru“ lesen musste, wer und was alles „Antideutsch“ ist.
    Die Witz ist (so weit ich es weiß) eigentlich kein jüdischer oder deutscher Witz, sondern von jiddischen Einwanderern in Amerika und spielt in der Fassung wie ich Ihn (eben von Nachfahren jiddischer Einwanderer in Amerika) erzählt bekommen habe -übrigens in jiddisch- in NewYork.

  4. Gaston sagt:

    Gaston, schau dir das Ende meiner Meinung besonders scharf an (ab Zitatauszug Äußerung von U. Fuchs!) und gehe in dich, an der Freischaltung meiner Meinung ist dann abzulesen, was du wirklich willst:

    Die Freigabe der ausführlichen Lusru-Meinung spricht für dich, Gaston.

    Ich musste lachen.
    Als erstes mal vorweg: „Gaston“ ist ein Pseudonym, das sich aus einer Kette von Hilfsforen zum Verbraucherschutz gezogen hatte und von mir, wegen diverser Drohungen (so wollten mich schon 2 Leute zu einem „Vorbestraften“ machen) trotz anderem Schwerpunkt weiter benutzt wurde. Sozusagen als Provokation.
    Dann Zweitens zeigt eine „Freischaltung“ deiner „Meinung“ nicht an, was meine Meinung ist!
    Drittens ist es lächerlich von sich selbst in Dritter Person zu schreiben, wie im 2. Posting (Kommentar kann ich dies nicht nennen, das 2.) geschehen.
    Viertens, dein dritter Spam als Kommentar getarnt wird von mir nicht veröffentlicht. Hier geht es nicht darum wen Du alles als „Antideutsch“ einstufst! Wenn Du dies und Zitate ohne Quellenangabe los werden willst, dann woanders!

    Um der Wahrheit gerecht zu werden, habe ich den ersten „Kommentar“ nur frei geschaltet, da ich mich darüber amüsiere, das jemand, der anderen im ersten Satz des Kommentars „Akklamation“ als ein Trick vorwirft der selbst so etwas macht:

    (Quelle: Ruhrbarone – NRW: Twitter, Pirat Schulz, Israel und ein jüdischer Friedhof [Kommentar])

    Also mitten in der Nacht einen Kommentar schreiben und dann 20 Minuten später (den verzerrten Eindruck durch verschiedene Zeiteinstellungen der Blogs irritieren da ein wenig) einen anderen Kommentar, wo man Beifallerhaschend (= Akklamation) auf den noch nicht freigeschalteten Beitrag aufmerksam macht.
    In dem Kommentar hier wird nun ebenso „Trickreich“ mit Großbuchstaben um sich geworfen und man klammert sich an einen Begriff, in dem man Ihn aus dem Zusammenhang heraus setzt: „Faschismus“.
    Wer meinen Text gelesen hat wird feststellen, das in diesem 3 Mal auf Faschismus eingegangen wird. Das Erste mal eindeutig als eine ganz persönliche Einschätzung:
    „Faschistisch ist dies in meinen Augen auf jeden Fall.“
    Und wie meine rein persönlichen Grenzen von Faschismus sind und warum diese so sind, ist allein meine Sache, ebenso, wem ich diese erläutere.
    Das Zweite und Dritte mal wurde der Begriff Faschismus eindeutig zu einem Zusammenhang eingeschränkt:
    „faschistisch (im Sinne von Sippenhaft)“
    Sippenhaft, also die Verurteilung von Menschen oder Gruppen allein auf Grund von Merkmalen oder Zugehörigkeiten (= Sippenhaftung) ist eines der (auch eher stärkeren) Merkmalen von Faschismus.
    In den beiden Fällen, als ich dies in diesem eingeschränkten Zusammenhang gebraucht habe ging es beim ersten mal rein um den Tweed von Schulz:
    Dieser hat in diesem einen „jüdischen“ Friedhof mit einem jüdischen Staat trotz zeitlicher und geografischer Unterschiede in einen Zusammenhang gebracht. Somit entspricht dies der Sippenhaftung auf Grund bestimmter Merkmale (hier dem jüdischen Glauben).
    Gerade die „Groteskheit“ dieses Zusammenhanges habe ich in dem kurzen Ausführungen zum entstehen des (jüdischen) Staates Israel aufzeigen wollen. Die Staatsgründung steht nämlich nicht, wie viele glauben im direkten Zusammenhang mit dem Holocaust des Dritten Reiches. Die Entwicklung stammt noch aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg und eine Art Gebietsbesetzung fand sogar schon im 19. Jahrhundert vermehrt statt (eben die beiden großen Zuwanderungswellen von 1880 und 1882). Ebenso habe ich vergleichbare „Grotesken“ dagegen gestellt.

    Bei der zweiten Verwendung von „Faschismus im Sinne der Sippenhaft“ ging es eben um diejenigen, die direkt und eben undifferenziert „die Antisemiten“, „die Faschisten“ oder einfach nur „die Piraten“ brüllen.

    Sie setzen auf jeden Fall ohne Bezug auf meinen Text das Wort „Faschismus“ sieben mal ein. Dabei meinen Sie für sich auch die Definitionshoheit der Begriffe (neben Faschismus auch Antisemitismus) zu beanspruchen.
    Sie wollen mich belehren, das ich behaupte „was Antisemitismus bzw. sogar faschistisch zu sein hat“ und bezeichnen mich als „“Antideutscher…“, die sich gern “antifaschistisch“ geben“.

    Auch hier musste ich doch laut auflachen. Vor allem, da ich selbst, bezogen auf den „Tweet“ von Schulz (um den ging es ja irgendwie hier) gar nicht über Antisemitismus geschrieben habe, im Gegenteil eindeutig festgestellt habe:
    „Ob dies Antisemitisch ist, mag ich nicht zu sagen.“

    Aber das ist ja für Sie kein Problem. Obwohl ich sonst nirgendwo Antisemitismus erwähnt hatte wird dies von Ihnen als „kneifend der “siegreiche Rückzug”“ bezeichnet.
    Ganz nach dem Motto: Ich verbiege mir meine Mitwelt so wie ich sie brauche.

    Das ich im geschichtlichen und organisatorischen Zusammenhang die Frage stellte, ob eine staatlich angeordnete „Volkstrauer“ nicht evtl. „Menschenverachtend und antisemitisch“ sei ist eindeutig nicht in ein Zusammenhang mit den Tweet gestellt. Ebenso wie ich gerade die Äußerungen über die Wertung „Antisemitisch“ auf eine gesamte Partei abgelehnt habe.

    Deswegen finde ich Ihre beiden „Kommentare“ als gutes Beispiel, wie sich mancher verbiegt, nur um „seinen“ Inhalt, den er meint überall los zu werden (Schließlich ist der meiste Teil des Textes genau so schon vorher bei dem Blog Ruhrbarone veröffentlicht worden).
    Ich hatte ja auch überlegt, die Freischaltung zu unterlassen, nur um zu sehen, wann Sie an anderer Stelle sich darüber auslassen und womöglich noch laut ZENSUR (oder was weiß ich was) brüllen.
    Aber dann dachte ich, es ist für die Leser vielleicht interessant zu sehen, wie hier jemand, der anderen Vorwirft mit „willkürlichen Akklamationstrick“s zu arbeiten, damit eigentlich nur selbst selbigen hervorrufen will.

    Und nur mal einen Hinweis am Rande:
    Dies ist mein persönlicher Blog. Ob, wann und wie ich einen Kommentar oder einen Hinweis oder eben auch Kommentarspam freischalte, Editiere oder eben ins Nirwana schicke, ist allein meine ganz private Angelegenheit und sagt nichts weiter aus.
    So schalte ich grundsätzlich nicht solche blöden „1++“ oder „ganz meine Meinung“ und ebenso auch „Arschloch“, „Lügner“ oder „Du kriegst was auf die Schnauze“ frei (zumindest meistens), da es sich dabei nicht um einen „Kommentar“ handelt.
    Ich würde auch nicht jeden in meine Wohnung lassen. Das hat nicht mal unbedingt etwas mit Sympathie oder Antipathie zu tun. Oder etwa was mit Meinungslenkung. Sondern einfach nur aus Prinzip! Dies ist mein rein persönlicher Blog und wenn es Ihnen nicht passt, das etwas nicht oder nicht schnell genug frei geschaltet wird, sollten Sie sich einfach einen eigenen Raum schaffen (Bloganbieter gibt es zu genüge, wo man auch einen kostenfreien Blog einrichten kann).
    Wie schon geschrieben, Ihr Posting war in „meinen Augen“ jedenfalls ein nettes Beispiel, wie man sich und noch schlimmer den Text von anderen so verbiegt, das man seinen Spam los wird.

  5. Lusru sagt:

    Die Freigabe der ausführlichen Lusru-Meinung spricht für dich, Gaston.
    Wäre gut, wenn auch andere sich dazu artikulieren.

  6. Lusru sagt:

    Aufgrund des nur pseudosachlichen und in einem willkürlichen Akklamationstrick (was Antisemitismus bzw. sogar faschistisch zu sein hat) endenden unerhörten Stils der Publikation des Gaston, nun direkt in der typischen Trickargumentation gewisser „Antideutscher …“, die sich gern „antifaschistisch“ geben und dabei Verzerrungen nach Gutdünken hervorrufen, fordere ich Gaston hiermit auf, den unqualifizierten und frechen Vorwurf des Faschismus an D. Schulz umgehend zurück zu nehmen oder in gleicher Qualität wie seine anderen Darlegungen den Schulz-Tweed direkt als faschistisch NACHZUWEISEN (mit dem „Antisemitismusvorwurf“ ist das ja bisher keinem, wie du selber zugibst, bisher gelungen, kommt deswegen, gewissermaßen nun als letzter Versuch dieser deiniger Text?).
    Es reicht nicht, korrekt und sensibel Historie zu beschreiben und dann willkürlich ohne GEGEBENEN Sachbezug beim Faschismus zu landen. Da offenbar nach der Fülle der Widersprechenden zum Vorwurf des Antisemitismus auch hier von Gaston dazu kneifend der „siegreiche Rückzug“ ( „ob Antisemitismus weiß ich nicht …“) gemacht wird, holt er klammheimlich und sichtbar als Erster schnell einen aus seiner Sicht inzwischen besser „passenden“ Faschismus-Vorwurf“ aus seiner doch eigentlich so „schlauen“ Tasche.
    Mit Verlaub Gaston, das geht zu weit, damit entblößt du dich letztlich nur als unverbesserlicher Scharfmacher: Mach dich kundig, WAS DAS ist – FASCHISMUS, bevor du das nun als billigen Ersatzvorwurf grundlos herumschmeißt!
    Gern helfe ich dir dabei!
    Somit halte ich es für geboten, auch hier (und wenn erforderlich auch noch anderenorts) nun an die Adresse Gastons meine Meinung einzustellen und fordere Gaston auf, besonders die letzten Passagen persönlich tief „einzuathmen“, es könnte sein, daß ihm wenigsten dann ein Licht aufgeht, wie er hier verunglimpft und er sich direkt unwillentlich aber mit Gewißheit in die Reihen derer integriert, die für das Klima verantwortlich sind, das der Thüringer Nazibande erlaubte, über 10 Jahre unbehelligt zu morden (es schaute niemand mehr so richtig hin …).
    Ein Mensch, der so brilliant den (leicht abgewandelten) so nicht bestrittenen Werdegang des Staates Israel beschreiben kann, erwirbt damit weder das Recht, diese Thema willkürlich mit dem Tweed des D. Schulz zum Faschismus zu verknüpfen (ja, nur solche Leute wie Gaston reden das herbei – WARUM??) noch irgendeine Aggressionshandlung von irgendeiner Seite zu legitimieren.
    Wer Frieden will, MUSS einen anderen Weg gehen – oder er stellt sich bloß als der, der darauf in Wahrheit verzichten kann…
    Gaston, schau dir das Ende meiner Meinung besonders scharf an (ab Zitatauszug Äußerung von U. Fuchs!) und gehe in dich, an der Freischaltung meiner Meinung ist dann abzulesen, was du wirklich willst:
    Hier mein Text:

    Neues zu Dietmar Schulz.
    Aus mir wichtigem Grunde fügte ich am 24. November 2012 um 02:28 der sogenannten Entschuldigung des Dietmar Schulz meine Meinung an.
    Wie ihr seht, wartet dieser Kommentar auf seine Freischaltung.

    Aus dem gleichen mir wichtigem Grunde stelle ich diese meine Meinung nun auch hier (ruhrbarone, und Beiträge aus dem beschädigten Leben – Alles über Hohle Köpfe) ein, da hier heftig zu dieser Sache gestritten wurde, nicht immer sauber, fair, kundig oder ohne Anzüglichkeit, was der Sache, dem eigentlich ausnahmslos von allen getragenem Anliegen des Vorwurfes an Schulz schadet.
    Aber auch mit hohem Fachwissen, großer Verantwortung und Weitsicht.
    Eine ganze Reihe von selbstherrlichen scheinbaren Antisemitismuswächtern allerdings zeigte sich dabei wissentlich oder unwissentlich poltrig, unsachlich, unintelligent argumentierend und stets als enorm diesem gemeinsamen Anliegen vor der Öffentlichkeit schadend , indem sie letztlich statt gegen den von ihnen gemeinten “Antisemitismus” zu wirken, nur diesen erst richtig stümperhaft “verteilten” oder einfache Gemüter trotz anderer Absicht dazu ermuntern.
    Hier also meine Meinung an Dietmar Schulz und Kommentatoren:

    Lusru sagt:
    Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.
    24. November 2012 um 02:28
    Dietmar Schulz,
    du brauchst dich nicht zu entschuldigen, denn du hast in DIESEM bewußten Text nur stattfindende Ereignisse aufgezählt, und das mit äußerst verhaltener, ja sogar nur angedeuteter Emotion, die ich als Trauer erkennen kann.
    Du kannst auch nichts dafür, daß diese Vorgänge zeitgleich abliefen, denn du hast auf der einen Seite nicht gebombt und auf der anderen Seite getrauert.
    Daß du als gesunder erwachsener Mensch in deinen Wahrnehmungen und Empfindungen etwas, was gleichzeitig abläuft nicht wegwischen kannst, geht wohl jedem erwachsenen Normalo so, und nicht anders.
    Aus einigen sachlich bzw. thematisch geprägten blogs erfuhr ich gelegentlich unbekannterweise deine fachliche und politisch saubere Um- und Weitsicht, deine klaren geraden Gedanken, von denen ich einige wenige nicht teile aber wertschätze.
    Diesen Eindruck kann sich jeder verschaffen, so er das auch WILL, BEVOR man einen Menschen beschmutzt.
    Leichtfertig beschmutzt, um damit in einer widerlichen Scheinkampange, die als Politik ausgegeben wird, diesen Menschen und seine junge erfolgträchtige Partei, offensichtlich ernstzunehmende Konkurrenten in der Wählergunst, bei diesen zu schmähen und beides in zwielichtige Vorwürfe zu schieben, um damit zur Erbauung der eigenen Richtung (wie sind wir korrekt und “richtig” wichtig(er) ) vor die Wähler zu treten.

    Ein anderer Wert der offenbar nie nachgewiesenen sondern stets nur akklamierten Vorwürfe ist noch immer nicht erkennbar.

    Das möglicherweise darin erkennbare Motto fand ich soeben in einem blog bei einem Kommentator gut ausgedrückt, der meinte im “Ätschton” zu dieser Sache:
    “Tja, dumm gelaufen. Aus der Naziecke kommt man nur schwer wieder raus.” –
    Es kann wohl davon ausgegangen werden, daß bewußte Politikerin diese seltsame “Volksmeinung” und “Kampftechnik” bestimmter kleiner Grüppchen seit langer Zeit auch gut bekannt ist, dennoch berücksichtigte sie damit verbundene Ernsthaftigkeiten über diese “Gelegenheit” nicht.

    Du brauchst keine Sorge zu haben, Dietmar, du bist in dieser Ecke nie drin gewesen, auch wenn einige blockierte Geister das gern so sähen.
    Die vielen Kommentare auf unterschiedlichen blogs, die deiner Äußerung bestenfalls eine ungünstige Zeit der Äußerung aber keine sachliche oder politische Verunglimpfung von wem auch immer zugestehen, aber nicht die geringste Spur von “Antisemitismus”, sollten dir Mut machen, es bei deiner gut gemeinten großzügigen und politisch für dich und deine Partei völlig korrekt, eindeutig und sauber formulierten Erwiderung auf die Vorwürfe belassen.
    So schreibt z.B. ein
    “Raphael Bolius am 19. November 2012 at 19:51:
    Ja, ich kann hier auch keinerlei Antisemitismus erkennen. Aber ich sehe es als sehr ernsthaftes Problem an, wenn in Deutschland irgendwann die Wörter Israel oder Juden ausgsprochen werden, und nicht im gleichen Atemzug eine Lobeshymne veröffentlicht wird, sofort die Antisemitismuskeule hervorgebracht wird.
    Interessant ist auch, dass ich auf mehreren Schulz-kritischen Blogs Kommentare hinterlassen habe, auf denen ich nachgefragt habem, worin denn der genaue Vorwurf des Antisemitismus in dieser Sache eigentlich besteht. Bis jetzt wurden die Kommentare nicht veröffentlicht.
    Hier wird in der Debatte eindeutig mit zweierlei Maß gemessen und außerdem die Themen Antisemitismus und Antizionismus gleichgesetzt.”
    und dann schreibt ein
    “armin am 19. November 2012 at 22:26:
    antisemitismus ist leider zu einem dumpfen reflex geworden, der oft vor allem eins ist: unwissenschaftlich. der antisemitismusvorwurf überspringt oft die beweisführung, wie du darlegst, und verhindert sachliche debatten durch die “unerhörtheit” des vorwurfs.
    es wäre intelligenter, von antisemitismus-befunden zu sprechen, die aber nur am ende einer kritischen analyse stehen können. alles andere ist meist unreflektierte empörung und wenig hilfreich im diskurs.”

    Warum schreien manche Leute, die nicht einmal den Begriff “Antisemitismus” sachgerecht verwenden (können?), gern zu schnell und ohne klaren Anlaß “Haltet ihn, den Antisemiten…”?
    Doch auch bei den Übereifrigen, Unsicheren und Nicht – (ausreichend) informierten, die wohl auch hier werkelten, ist Nachsicht angesagt hinsichtlich der deutlichen immerwährenden Erkenntnis aus rundum genügend bekanntem Anlaß:
    “Wehret den Anfängen”.
    Ein Anlaß, der als Völkermord aus dem deutschen Volk heraus von diesem in “grandioser Verführung” durch sogenannte Nationale Sozialisten an den Juden Europas und vielen Anderen vollzogen wurde und noch immer und auf lange Zeit die Frage aufwirft: “Wie war das möglich, wie KAM DAS ??”
    In der Tat, das muß uns alle, und nicht nur die deutschen heute lebenden Menschen auch angesichts der letzten durch die Zuständigen noch immer völlig unbewältigten Neo-Nazi-Mordserie sensibel machen, eben für “Anfänge”.
    Das ist (fast) allen Menschen in Deutschland klar.

    Hinsichtlich solcher Anfänge wird auch manchmal im falschen Kino der falsche Film vorgeführt, aus Unkenntniss und Unsicherheít, manchmal auch mit Häme und Eigennutz.

    Ebenso klar ist wohl ebenso vielen Menschen, daß dieser Holocaust, der Völkermord an den Juden und vielen Anderen durch den “deutschen Nationalen Sozialismus”, von dessen großmäuligen “Herrenmenschen” aufgetischt, geplant und durchgesetzt und aus dem deutschen Volk in massenhafter Beteiligung heraus gewissermaßen “gesamtvölkisch” von diesem vollzogen wurde, eine Einmaligkeit und im Grauen nicht überbietbare Schandtat in der Geschichte der der Menschheit und ohnes gleichen ist.
    Daß dieser Völkermord mit nichts vergleichbar ist, auch nicht mit einem Krieg der Semiten Israels gegen die Semiten in Palästina, Gaza.

    Um so verschwurbelter und floskelhafter, im günstigsten Falle leichtfertiger, mutet da ein angeblicher wie nur “erschnüffelter” und wie konstruiert ankommender Antisemitismusvorwurf an auf der Grundlage der wenigen traurigen und leider wahren Zeilen eines Piratenpolitikers – was für eine mise Haltung gegenüber ALLEN Toten, die wohl am Volkstrauertag etwas mehr Respekt verdienten, von denen keiner toter als der andere war, und was für ein Mißbrauch politischer Würde und Gelegenheiten.

    Aufgepaßt, ihr flotten Antisemitismusvorwerfer:
    Palästinenser sind auch Semiten!

    Demnach müßte Dietmar Schulz beide betroffenen semitischen Gruppen “anti” attackiert und geschmäht haben, ich finde in seinen Worten nichts davon, im Gegenteil, nur TRAUER, tiefe und ehrliche Trauer, und weiß nicht, durch welche Brille der (be)günstigenden Tagespolitik solch ein Vorwurf “erkannt worden sein könnte”

    Ob die Vorwerferin sich damit überhaupt befaßt hat?
    Ob ihr klar ist, wer oder was ein Semit ist?
    Was der Unterschied zwischen Boulevard-Nutzung von “Antisemitismus” gegenüber tatsächlichem Antijudaismus, Antizyonismus und Antiisraelismus wohl sein könnte??

    Der wohl ebenfalls (allerdings rüde am Ton vorbei) vorwerfende blogger
    “Hannes sagt am 18. November 2012 um 21:36:
    Die Bezeichnung “Arschloch” (für D. Schulz / Lu.)ist ja leider schon verbrannt 🙁
    Habe gerade diesen Bericht gelesen: http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2012/11/17/was-ist-luxus.html
    Den zu lesen bringt mehr als sich über Leute, die man nicht “Arschlöcher” nennen kann”, aufzuregen.”

    Es ist ein Bericht des Journalisten Richard C. Schneider (ARD) über die Menschen aus dem mit Raketen überschütteten Israel, in dem dieser Journalist seine journalistische Klasse anhand des dargestellten Leids der Israelis beweist, es ist beeindruckend beängstigend.
    Ich denke, das ist der richtige Mann für den inzwischen erforderlichen Bericht aus Gaza, denn Schneider kann wunderbar anteilnehmend und auf den Punkt formulieren. Ob der das wohl (in gleicher bestaunenswerter Eindringlichkeit) machen wird?

    Hier geht es jedoch um einen Vopas von Politikern im Amt, die offenbar (im günstigsten Fall leichtfertig) und wahrscheinlich wohl in vorauseilendem Gehorsam scheinbarer political correctness einem politischen Konkurrenten den Vorwurf des sogenannten (weil nicht realistisch erklärbaren) Antisemitismus machten, und das mit dem kaum bestreitbarenWissen, damit den politischen Konkurrenten vor den Wählern zu schmähen – auch wenn sich der Vorwurf als unberechtigt herausstellt.

    Ein letzter blog-Kommentator auf “ruhrbarone” sei abschließend wohltuend, weil sachlich und beruhigend und fern aller Anfeindungen durch die Pöbeleien in der bekannten Art gewisser “Antideutscher…” noch kurz erwähnt, der sich ernsthaft mit dem Problem beschäftigt und viel Sinnvolles dazu mitzuteilen hat, es ist Ulrich Fuchs, unter
    http://www.ruhrbarone.de/nrw-twitter-pirat-schulz-israel-und-ein-juedischer-friedhof/comment-page-1/#comment-252923
    “#30 | Ulrich Fuchs sagt am 19. November 2012 um 20:17 (unter anderem / Lu.):
    Ich halte den Konnex nicht für vollkommen verfehlt und auch nicht für antisemtisch.
    ………
    Man sollte wirklich aufhören, Antisemitismus überall zu wittern, wo keiner ist. Sonst hört keiner mehr zu, wenn die Hinweise mal wirklich angebracht sind.”
    Was mich irgendwie fatal an den Umgang mit gewissen Thüringer NeoNazi-Mördern erinnert: “den Hinweisen hörte” irgendwann und irgendwie eine ziemliche Menge von Zuständigen “nicht mehr zu “……

    Denke mal, verehrte Landtagspolitikerin und Gedankengänger, DAS, und nicht die Äußerung des Dietmar Schulz, sollten sie sich ebenso öffentlich zu Herzen nehmen, sehr bald, zu unser allem Vorteil.
    Wann entschuldigen nun Sie sich für Ihre Leichtfertigkeit bei Schulz und seiner Partei?

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