Atomkraft TOTsicher! Ein alter Spontispruch, aktuell wie nur selten zuvor.

Nun ist es so weit, das „sichere Endlager“ für atomaren Müll in Asse soll nun geleert werden.
Wie es in dem Kölner Stadtanzeiger vom Freitag heißt, rät das Bundesamt für Strahlenschutz zu großer Eile. Es bestehe Einsturzgefahr!
Rund 126.000 Fässer müssen aus dem Schacht heraus geholt und auf Dichtigkeit geprüft werden, dann wieder in den nächsten Schacht, ca. 30 Km von dem jetzigen Problemschacht entfernt abgekippt werden.
So sieht jedenfalls der Plan der Strahlenschutzbehörde aus. Dies ist das Ergebnis einer 225-Seitigen Expertise.
Nun, über die Kosten schweigt sich das Bundesamt für Strahlenschutz lt. Kölner Stadtanzeiger aus. Nach Schätzungen sollen diese angeblich bei ca. 2,5 Milliarden liegen (Vor Beginn der Arbeit!).
Nun, ich als Steuerzahler frage mich schon, warum sich die Behörde über die Kosten ausschweigt.
Liegt es vielleicht daran, dass mit solchen Meldungen das Märchen von dem „billigen“ Atomstrom risse bekommt?
Halte wir doch mal fest, wer für die Einlagerung und nun auch für die Umlagerung des Atommülls aufkommt. Die Energiekonzerne, die den Strom verkauft haben und seit Jahren sich fette Gewinne in die Tasche stecken?
Oder nicht doch wir Steuerzahler?
Was würde es für ein Aufschrei geben, wenn ein Stromerzeuger einfach seine Windräder in der Gegen stehen lassen würde, wenn diese nicht mehr Nutzbar sind. Und hier sind die Kosten und der Zeitraum noch übersehbar. Wer weiß schon, wie sich die Erde und vor allem die TOTsicheren Endlager in den nächsen paar Jahrhunderten entwickeln und verhalten. Die Kosten dieser ständigen Überwachung wird nicht von den Energiekonzernen getragen und auch nicht von den Abnehmern des „ach so billigen“ Atomstroms. Nein wir alle zahlen die Zeche, egal ob man sich entscheidet mehr für den sogenannten Ökostrom zu zahlen oder selbst ein ökologisches Kraftwerk betreibt.
Dazu heißt es bei „Vorwärts.de“:

Auf Grundlage des durch einen Antrag aus Halle herbeigeführten Beschlusses der Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen-Anhalt im Oktober 2009 fordern die Jusos Halle außerdem, die Kosten der Inspektion und des Transports der Fässer sowie der Betreibung des Alternativstandortes anteilig auf die Unternehmen zu verteilen, die in den 60er und 70er Jahren die von ihnen produzierten Abfälle im Atommülllager „Asse II“ eingelagert haben.

(Quelle: Vorwäts.de „Räumung des Atommülllagers Asse II“)

Nun, ebenso dazu passt die Meldung von EnBW, die bereits im November des letztes Jahres gefordert haben, dass auch Ihre (ver)alte(te)n Atomkraftwerke (Anteil an Atomstrom bei EnBW, ca. 50%) nicht abgeschaltet werden sollen. Auf das immer mehr Müll für die TOTsicheren Endlager produziert wird.

EnBW-Chef Villis fordert ein «Moratorium» für AKW,
die kurz vor der Abschaltung stehen
«alles andere wäre doch wirklich grotesk».
Gegenwehr aus der Regierung muss der Stromkonzern nicht befürchten.

(Quelle: Netzzeitung.de „EnBW will auch alte AKW nicht abschalten“)

Nun, seit dem ich meine erste Jahresabrechnung von der EnBW bekommen habe, nachdem ich 7,5 Monate in Stuttgart gelebt habe, sind diese sowieso eine meiner besseren Freunde. Dazu wird aber in bälde noch was eigenes kommen. Nun, nachdem ich eine dauerhafte Wohnung habe, ist für mich klar, das ich bei solch einer Firma nicht mehr länger Kunde sein möchte.

Links:

Kölner Stadtanzeiger: Endlager Asse soll geleert werden

Netzzeitung.de: EnBW will auch alte AKW nicht abschalten

Vorwärts.de: Räumung des Atommülllagers Asse II

http://www.asse2.de/ – Seite, die sich kritisch mit dem Endlager Asse II befasst.

Bundesamt für Strahlenschutz: ASSE II – Seite des Bundesamtes über das Endlager Asse II

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2 Antworten auf Atomkraft TOTsicher! Ein alter Spontispruch, aktuell wie nur selten zuvor.

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