Berliner Wahl 2011

Nun, die erste Prognose ist raus.
Die SPD und CDU sind ungefähr in dem Bereich der letzten Wahl.
Gewinner der Wahl kann man mit Blick auf die Regierungsbeteiligung die Grüne bezeichnen. Dem Superwahljahr-Trend folgend konnten die Grünen nach dieser Prognose gut 5% zulegen.
Als zweiten Gewinner sind die Piraten zu nennen. Sie kommen mit respektablen 9% in das Abgeordnetenhaus.

Die klaren Verlierer sind die FDP. Wieder aus einem Landesparlament geflogen. Selbst Röslers einschleimerei mit Stammtischparolen kurz vor der Wahl hat da auch nichts geholfen.
Der zweite Verlierer sind die Linken. Die Bürger haben einer Weiterführung der Rot-Rot damit eine Absage erteilt.

Witzig, das die CDU es als Erfolg gewertet, das sie ungefähr das erreicht haben, was Sie bei der letzten Wahl erreicht haben.
Das die CDU wieder die zweitgrößte Fraktion wurde, bedeutet aber nicht, das man diese in der Regierungsverantwortung sehen will. Nimmt man die Ergebnisse der Umfrage wünscht eine Mehrheit der Bürger eine Rot-Grüne Koalition. Das es keine Grün-Rote Koalition wurde, liegt wohl zum Teil auch an die Künast, die entweder die Spitze in der Regierungsverantwortung übernehmen wollte oder beleidigt geht. Ich würde solch einer Person auch sagen, das Sie sich dann verpissen sollte. Ob dies für die Bundesebene das richtige Signal ist? Wir werden es sehen, welche Rolle die Künast bei der nächsten Bundestagswahl spielen wird. Sollte Sie dort auch im Pöstchenroulette mitspielen wollen, dann hoffe ich, das sich die Wähler an Ihren Auftritt in dieser Wahl erinnern.
Wobei ich mir das auch für alle anderen Pöstchenerhascher und anderen Parteien wünsche.

Die Piratenpartei hat es zum ersten mal geschafft, in ein Landesparlament einzuziehen. Das ist ein Erfolg und ich Gratuliere dazu. Es wird aber auch eine Bürde sein. Es ist müßig zu analysieren, ob viele Wähler von den Grünen her kommen oder sonst woher. Ich denke aber das es sich bei einer Vielzahl der Wähler nicht um reine Protestwähler, wie bei dem braunen Gesocks handelt. Ich glaube schon, das die Piratenpartei nun von seinen Wählern in Berlin und auch von potenziellen Wählern im ganzen Land beobachtet werden. Sie werden nun Beweisen müssen, das Sie sich von einer „Einthemen-Partei“ zu einer mitsprachefähigen Fraktion in einer Verantwortung gegenüber dem Souverän, also dem Volk hin entwickeln können. Bei all meiner Kritik freue ich mich darüber (auch wenn das mancher nach meinem Artikel von heute Morgen nicht glauben mag), das die Piraten diese Chance erhalten. Erfüllen Sie die Erwartungen der Wähler nicht, kann dies für die Piraten bei den nächsten Wahlen auch für die Berliner Wahlkreise verheerend sein.
Gerade weil ich der Meinung bin, das die „traditionellen“ Parteien sich Ihrer Sache nicht zu sicher sein dürfen und ich immer wieder propagiere, das eindeutige Mehrheiten für die Demokratie und dem Volk schädlich sind, ist der Einzug der Piraten in das Abgeordnetenhaus positiv.

Was ich auch noch positiv finde ist, das die „Sonstigen“ gut 6,5% Verluste eingefahren haben. Dies bedeutet, das zumindest in dem Stadtstaat Berlin das braune Gesocks Verluste einfahren musste und hier wohl auch weiterhin keine Chance hat, in das Abgeordnetenhaus zu kommen.
Spannend finde ich trotzdem dann zu erfahren, wer sich mit wieviel Stimmen hinter den „Sonstigen“ verbirgt. So fände ich es z.B. Spannend, ob „Die Partei“ Ihr Ziel von 1% erreicht hat oder sogar noch die FDP überholen konnte. 😉

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2 Antworten auf Berliner Wahl 2011

  1. Gaston sagt:

    „DIE PARTEI“ hat natürlich „nix“ geschafft, jedenfalls im Sinn der politischen Vertretung in einer Regierungsform. Immerhin haben sie ein Parteiprogramm erstellt und vielleicht sogar eines der Ehrlichsten.

    Was ich aber nicht glaube ist, dass das braune Gesocks zusammen 5% erreichen würden. Es ist ja eben genau die pseudo-Abgrenzungen von vermeintlichen No-Go-Einstellungen. Von daher wäre eine Vereinigung des braunen Gesocks für den einen und anderen (je nach Standpunkt) abschreckend.
    Wenn man festhält, das sich auch die NPD, die es ja noch mal in den Meck-Pomm Landtag geschafft haben, distanzieren sich in Ihren Erklärungen von den sogenannten gewalttätigen Neo-Nazis. Auch sehe ich hier keine „Neo-Nazis“ bei den Parteien. Auch hier sieht man, das die neuen Braunen, auch bei der NPD mit No-Gos der Nazi-Philosophie arbeiten. Sie nutzen „entartete Kunst“, um junge Wähler und Menschen zu Ihrer Ideologie zu ziehen.
    Von daher stimme ich der Aussage zu das „die Freiheit“ (wie auch „Pro Deutschland) keine Neonazipartei ist. Das ändert aber nichts an der Sache, das ich persönlich diese Parteien zu dem braunen Gesocks zurechne. Dabei steht für mich „Braun“ für eine politische Ausrichtung und zwar der Rechten.
    Und wenn ich mir die Wahlwerbung „der Freiheit“ ansehe, so kann ich dort gerade im Blick auf die politische Ausrichtung eindeutige braune Gesichtszüge sehen. Besonders, wenn es um Ausländerfeindlichkeit geht.
    Es scheinen wohl einige vergessen, das Deutschland von seiner Geschichte her schon immer ein Land Völkerwanderung war. Es gibt den sogenannten Deutschen nicht und das ist eigentlich auch seine Stärke. Doch statt diese Stärke zu nutzen, sucht man verzweifelt eine Identität, die einen über andere erhebt.
    Ich bin ein typischer Deutscher. Ein bisschen Württemberger, ein bisschen Rheinländer, ein bisschen Elsässer, ein bisschen Polen, ein bisschen Kroate, …
    Und ich muss sagen, ich bin stolz drauf. 😉

  2. Albion sagt:

    Bis jetzt hat die PARTEI nix geschafft.
    Sehr interessant ist die Zersplitterung der Parteien, die primär den Antiislamismusals Programm hat.
    Wären (im Moment) die Wähler der NPD, der Pro Deutschland und der FREIHEIT vereinigt angetreten, hätten sie 5 % erreicht. Das wird allerding nie passieren, da die FREIHEIT eben keine Neonazipartei oder von diesen unterwandert ist.

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